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Aktuell


Rassistische Diskriminierung in der Schweiz - Bericht der Fachstelle für Rassismusbekämpfung 2014

Anlässlich der Aktionswoche gegen Rassismus vom 21. bis 27. März 2015 veröffentlicht die Fachstelle für Rassismusbekämpfung FRB ihren zweiten Bericht zu rassistischer Diskriminierung in der Schweiz. Er gibt einen Überblick über die Datenlage zu rassistischen Vorfällen und Einstellungen und dokumentiert Massnahmen gegen rassistische Diskriminierung.

Link zum Bestellen des Berichts:
Sie haben im Internet rassistische Äusserungen gefunden?
Die nationale Koordinationsstelle Internet-Kriminalität (KOBIK) des Bundesamts für Polizei ist die zentrale Anlaufstelle für Personen, die verdächtige Internet-Inhalte melden möchten - auf Wunsch auch anonym.                                         

2015: Nationale Kampagne der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus EKR

Vor 20 Jahren trat die Schweiz dem Internationalen Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung bei, sie führte die Strafnorm gegen Rassendiskriminierung ein und die EKR wurde eingesetzt.

2015 wird daher ein besonderes Jahr, geprägt durch zahlreiche Veranstaltungen, die den Fokus auf die Bekämpfung des Rassismus und eine vielfältige Schweiz richten werden.

Im Zentrum der Kampagne sollen die Jugendlichen und die sozialen Medien stehen.

Konkrete Projekte, welche die Thematik der sozialen Medien und der Jugend in Zusammenhang mit dem Ziel der besseren kulturellen Verständigung zwischen Personen unterschiedlicher Herkunft und der Bekämpfung der rassistischen Diskriminierung anvisieren, können bei der Fachstelle für Rassismusbekämpfung FRB als ordentliche Gesuche um Finanzhilfen auch ausserhalb der vorgegebenen Eingabetermine eingereicht werden.

Diskriminierungsschutz in den kantonalen Integrationsprogrammen (KIP)

Eine umfassende Integrationspolitik ist nur möglich, wenn gleichzeitig der Schutz vor Diskriminierung konsequent umgesetzt wird. Die 2014 in Kraft getretenen kantonalen Integrationsprogramme (KIP) umfassen konsequenterweise auch Massnahmen im Bereich des Diskriminierungsschutzes:
  • Von Diskriminierung betroffene Menschen erhalten kompetente Beratung.
  • Die Institutionen der Regelstrukturen bauen individuelle und strukturelle Hürden beim Zugang zu ihren Leistungen ab.

Die KIP aller Kantone führen Massnahmen zum Diskriminierungsschutz auf. Die Umsetzungsarbeiten der kantonalen und kommunalen Integrationsdienste werden von der FRB eng begleitet: mit Coaching, fachlicher Unterstützung und wo nötig und möglich mit finanziellen Hilfen.

Weitere Informationen zur Integrationspolitik des Bundes:

Leitfaden : Schutz vor Diskriminierung in der Verwaltung

Das Personal der öffentlichen Verwaltung sieht sich heute in seinem Berufsalltag mit einer zunehmend vielfältigen Kundschaft konfrontiert. Vor diesem Hintergrund hat sich eine Arbeitsgruppe, bestehend aus den Verantwortlichen für den Diskriminierungsschutz der Kantone der lateinischen Schweiz, mit dem Thema Diversity Management und Öffnung der Institutionen im Rahmen der Verwaltung auseinandergesetzt. Aus der Diskussion dieser Fragestellung in der Arbeitsgruppe ist ein praktischer Leitfaden entstanden.

Der LeitfadenSchutz vor Diskriminierung: wie ein Prozess der Sensibilisierung für den Diskriminierungschutz in der öffentlichen Verwaltung angeregt, gefördert und entwickelt werden kann" ist als internes Hilfsmittel gedacht und soll eine Zielrichtung für die praktische Arbeit in einem von kultureller Vielfalt geprägten Umfeld vorgeben.

Er enthält hauptsächlich praktische Überlegungen, die die Erarbeitung einer Sensibilisierungsstrategie in der öffentlichen Verwaltung im Bereich der rassistischen Diskriminierung unterstützen sollen. Diese Überlegungen werden mit Beispielen von umgesetzten Sensibilisierungsmassnahmen aus dem Arbeitsalltag der Arbeitsgruppenmitglieder veranschaulicht.

Typ: PDF
Leitfaden Schutz vor Diskriminierung in der Verwaltung_2015
Wie die Sensibilisierung für den Schutz vor Diskriminierung in der Verwaltung angeregt, gefördert und entwickelt werden kann
02.04.2015 | Grösse: 476 kb | Typ: PDF


Qualität in der Beratung im Bereich Diskriminierungsschutz

Im Rahmen der kantonalen Integrationsprogramme (KIP) unterstützt die FRB Aufbau, Weiterentwicklung und Qualitätssicherung im Bereich Diskriminierungsschutz.

Die FRB hat eine „Aide-mémoire" zu Fragen der Qualitätssicherung (Formen der Qualitätssicherung, Aufgaben, mögliche Qualitätskriterien, Vorgehensvarianten) erstellt. Diese stützen sich auf die bisherigen Erfahrungen im Diskriminierungsbereich und in anderen vergleichbaren Tätigkeitsbereichen ab.

Das Papier, erhältlich in deutscher, französischer und italienischer Sprache, ist so gestaltet, dass es auch als nützliche Checkliste bei Konzeption, Gestaltung, Aushandlung und Überprüfung der Beratungsangebote dienen kann.

Inhalt und Gestaltung werden zurzeit in Regionalgruppen, mit einzelnen Integrations-diensten und Dienstleistungsanbietern diskutiert. Die FRB nimmt gerne Anregungen und Kommentare entgegen. Die gesammelten Erfahrungen und Rückmeldungen werden für die Erarbeitung der zweiten KIP- Phase (2018-2021) verwendet.

Typ: PDF
FRB - Aide mémoire Beratung und Qualität
05.11.2014 | Grösse: 584 kb | Typ: PDF


Kursangebot: Mit dem Recht gegen rassistische Diskriminierung

Sensibilisierung zu Diskriminierung, Diskriminierungsschutz und zur Nutzung möglicher Rechtsmittel

Mit Weiterbildungskursen bietet die FRB interessierten Personen und Institutionen die Möglichkeit, ihr Wissen auf dem Gebiet der rassistischen Diskriminierung zu vertiefen. Grundlage ist der „Rechtsratgeber Rassistische Diskriminierung", den die FRB 2009 herausgegeben hat.
Die praxisorientierten Kurse nehmen konkrete Situationen aus dem Arbeitsalltag der Teilnehmenden auf und klären Fragen wie:
Wie äussert sich rassistische Diskriminierung im Alltag? Wann liegt Rassismus bzw. Diskriminierung vor, wann nicht? Was kann oder muss ich dagegen tun? Ist der Rechtsweg sinnvoll? Welche Alternativen gibt es?
Die Teilnehmenden bringen eigene Erfahrungen ein, reflektieren gemeinsam und diskutieren lösungsorientiert, wie sie mit dem Thema Diskriminierung und Rassismus umgehen können.
Einen Überblick über den Inhalt der Module findet sich auf folgender Seite:

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