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Aktuell


Rassistische Diskriminierung in der Schweiz - Bericht der Fachstelle für Rassismusbekämpfung 2014

Anlässlich der Aktionswoche gegen Rassismus vom 21. bis 27. März 2015 veröffentlicht die Fachstelle für Rassismusbekämpfung FRB ihren zweiten Bericht zu rassistischer Diskriminierung in der Schweiz. Er gibt einen Überblick über die Datenlage zu rassistischen Vorfällen und Einstellungen und dokumentiert Massnahmen gegen rassistische Diskriminierung.

Link zum Bestellen des Berichts:

Aktionswoche gegen Rassismus 2015

Eine Gelegenheit, im Rahmen einer nationalen und internationalen Kampagne aktiv zu werden, bietet der von den Vereinten Nationen ausgerufene Internationale Tag zur Eliminierung jeder Rassendiskriminierung vom 21. März. Aus diesem Anlass planen mehrere Schweizer Städte und Gemeinden Veranstaltungswochen für 2015.
Die Fachstelle für Rassismusbekämpfung bietet allen, die Projekte gegen Rassismus und für Menschenrechte entwickeln und durchführen wollen, fachliche und - nach Möglichkeit - finanzielle Unterstützung an.

Informationen zu Veranstaltungen:

No hate speech Kampagne

Event zum Abschluss der Kampagne "No Hate Speech Movement Switzerland"
Samstag, 28. März 2015, Hotel Bern, Zeughausgasse 9, Bern.
Detaillierte Infos:
Typ: PDF
Schlussevent No Hate Speech Kampagne Schweiz 28.03.2015
02.03.2015 | Grösse: 76 kb | Typ: PDF

Im Frühjahr 2013 hat der Europarat die No Hate Speech Kampagne lanciert. Das Ziel der Kampagne ist es, Jugendliche und Jugendorganisationen für Hassreden im Internet und deren Verletzung der Menschenrechte zu sensibilisieren. Jugendliche spielen hier eine aktive Rolle: sie können on- und offline mitmachen.

Die Schweiz beteiligt sich an der Umsetzung dieser Kampagne und führt verschiedene Aktionen durch. Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) hat die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) mandatiert, die Lage und den Bedarf in der Schweiz zu analysieren, eine Website zu schaffen und Aktivitäten im Jahr 2014 durchzuführen, analog zu den Projekten in den anderen europäischen Ländern. Bei der Umsetzung wird die SAJV von einer Steuergruppe aus Vertreter/-innen des BSV, der Fachstelle für Rassismusbekämpfung FRB und der Organisation co-habiter begleitet.

Sie haben im Internet rassistische Äusserungen gefunden?
Die nationale Koordinationsstelle Internet-Kriminalität (KOBIK) des Bundesamts für Polizei ist die zentrale Anlaufstelle für Personen, die verdächtige Internet-Inhalte melden möchten - auf Wunsch auch anonym.                                         

2015: Nationale Kampagne der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus EKR

Vor 20 Jahren trat die Schweiz dem Internationalen Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung bei, sie führte die Strafnorm gegen Rassendiskriminierung ein und die EKR wurde eingesetzt.

2015 wird daher ein besonderes Jahr, geprägt durch zahlreiche Veranstaltungen, die den Fokus auf die Bekämpfung des Rassismus und eine vielfältige Schweiz richten werden.

Im Zentrum der Kampagne sollen die Jugendlichen und die sozialen Medien stehen.

Konkrete Projekte, welche die Thematik der sozialen Medien und der Jugend in Zusammenhang mit dem Ziel der besseren kulturellen Verständigung zwischen Personen unterschiedlicher Herkunft und der Bekämpfung der rassistischen Diskriminierung anvisieren, können bei der Fachstelle für Rassismusbekämpfung FRB als ordentliche Gesuche um Finanzhilfen auch ausserhalb der vorgegebenen Eingabetermine eingereicht werden.

Diskriminierungsschutz in den kantonalen Integrationsprogrammen (KIP)

Eine umfassende Integrationspolitik ist nur möglich, wenn gleichzeitig der Schutz vor Diskriminierung konsequent umgesetzt wird. Die 2014 in Kraft getretenen kantonalen Integrationsprogramme (KIP) umfassen konsequenterweise auch Massnahmen im Bereich des Diskriminierungsschutzes:
  • Von Diskriminierung betroffene Menschen erhalten kompetente Beratung.
  • Die Institutionen der Regelstrukturen bauen individuelle und strukturelle Hürden beim Zugang zu ihren Leistungen ab.

Die KIP aller Kantone führen Massnahmen zum Diskriminierungsschutz auf. Die Umsetzungsarbeiten der kantonalen und kommunalen Integrationsdienste werden von der FRB eng begleitet: mit Coaching, fachlicher Unterstützung und wo nötig und möglich mit finanziellen Hilfen.

Weitere Informationen zur Integrationspolitik des Bundes:

Qualität in der Beratung im Bereich Diskriminierungsschutz

Im Rahmen der kantonalen Integrationsprogramme (KIP) unterstützt die FRB Aufbau, Weiterentwicklung und Qualitätssicherung im Bereich Diskriminierungsschutz.

Die FRB hat eine „Aide-mémoire" zu Fragen der Qualitätssicherung (Formen der Qualitätssicherung, Aufgaben, mögliche Qualitätskriterien, Vorgehensvarianten) erstellt. Diese stützen sich auf die bisherigen Erfahrungen im Diskriminierungsbereich und in anderen vergleichbaren Tätigkeitsbereichen ab.

Das Papier, erhältlich in deutscher, französischer und italienischer Sprache, ist so gestaltet, dass es auch als nützliche Checkliste bei Konzeption, Gestaltung, Aushandlung und Überprüfung der Beratungsangebote dienen kann.

Inhalt und Gestaltung werden zurzeit in Regionalgruppen, mit einzelnen Integrations-diensten und Dienstleistungsanbietern diskutiert. Die FRB nimmt gerne Anregungen und Kommentare entgegen. Die gesammelten Erfahrungen und Rückmeldungen werden für die Erarbeitung der zweiten KIP- Phase (2018-2021) verwendet.

Typ: PDF
FRB - Aide mémoire Beratung und Qualität
05.11.2014 | Grösse: 584 kb | Typ: PDF


Kursangebot: Mit dem Recht gegen rassistische Diskriminierung

Sensibilisierung zu Diskriminierung, Diskriminierungsschutz und zur Nutzung möglicher Rechtsmittel

Mit Weiterbildungskursen bietet die FRB interessierten Personen und Institutionen die Möglichkeit, ihr Wissen auf dem Gebiet der rassistischen Diskriminierung zu vertiefen. Grundlage ist der „Rechtsratgeber Rassistische Diskriminierung", den die FRB 2009 herausgegeben hat.
Die praxisorientierten Kurse nehmen konkrete Situationen aus dem Arbeitsalltag der Teilnehmenden auf und klären Fragen wie:
Wie äussert sich rassistische Diskriminierung im Alltag? Wann liegt Rassismus bzw. Diskriminierung vor, wann nicht? Was kann oder muss ich dagegen tun? Ist der Rechtsweg sinnvoll? Welche Alternativen gibt es?
Die Teilnehmenden bringen eigene Erfahrungen ein, reflektieren gemeinsam und diskutieren lösungsorientiert, wie sie mit dem Thema Diskriminierung und Rassismus umgehen können.
Einen Überblick über den Inhalt der Module findet sich auf folgender Seite:

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