Neujahrsansprache 2018 des Bundespräsidenten

Meine Damen und Herren

Ich hoffe, dass Sie schöne Festtage verbracht haben und wünsche Ihnen alles Gute für das neue Jahr.

Vielleicht geht es Ihnen wie mir: Ich bin dankbar, in der Schweiz leben zu dürfen. Denn nichts ist so entscheidend, wie der Ort, an dem wir zu Hause sind. Das lehren uns täglich Bilder aus aller Welt.

Eine Heimat: Alle brauchen sie.

Wir dürfen mit Zuversicht ins neue Jahr blicken:

  • Die Schweiz ist stabil und sicher.
  • Unsere Wirtschaft brummt, wir sind hoch innovativ.
  • Tausende engagieren sich freiwillig für die Gesellschaft.


Unserem Land geht es gut. Und es geht uns gut in unserem Land.

Trotzdem stellen sich viele Menschen Fragen zu ihrer persönlichen Zukunft:

  • Wie verändern neue Technologien meine Arbeit?
  • Wie sicher ist meine Stelle?
  • Habe ich im Alter genug Geld zum Leben?
  • Wie kann ich Familie und Arbeit unter einen Hut bringen?
  • Bleibt eine gute medizinische Versorgung bezahlbar?


Wir können uns diese Fragen nicht nur stellen – wir können sie in unserer direkten Demokratie auch selber beantworten.

Es gibt keinen Grund, die Faust im Sack zu machen. Denn wir alle können mitbestimmen, wie wir leben wollen. Und das ist ein grosses Privileg.

Mitbestimmen heisst mitreden. Die Schweiz lebt von ehrlichen Debatten.

  • Auch hier im Bundesrat diskutieren wir lebhaft.
  • Auch hier prallen manchmal Interessen und Werte aufeinander.


Doch unser Land funktioniert sehr gut: Weil wir den anderen zugestehen, dass auch sie das Beste für unser Land wollen.

Wir werden auch in diesem Jahr intensive Diskussionen führen. 

  • Zur Sicherung unserer Altersrenten.
  • zur Beziehung zu Europa, unserem wichtigsten Handelspartner.
  • zur Steuergerechtigkeit oder zum Klima.
  • zur Gleichstellung von Frau und Mann.


Ziel ist immer das Gemeinwohl, dass alle ein gutes Leben haben.

Die Schweiz war immer dann am stärksten, wenn sie Herausforderungen aktiv angenommen hat. Und gerade in einer bewegten Zeit gilt es, in Bewegung zu bleiben.

Wir wissen, wie wichtig es ist, aufeinander zuzugehen – und Kompromisse zu schliessen. Das braucht oft mehr Mut, als stur auf der eigenen Sicht zu beharren.

Wir haben immer wieder bewiesen, dass das, was uns verbindet stärker ist als das, was uns trennt. Und wir haben im Lauf der Geschichte gelernt: Wer die Minderheiten stärkt, stärkt auch die Schweiz.

Wir können weitgehend selber bestimmen, ob unsere Kinder ein ebenso gutes Leben haben werden wie wir. Oder vielleicht sogar ein noch besseres.

Bestimmen wir also unsere gemeinsame Zukunft.

Ich wünsche Ihnen Glück, Gesundheit und von Herzen alles Gute im neuen Jahr.

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Letzte Änderung 06.02.2018

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