Newsletter EBGB 2/2021: Informieren Sie sich über die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen

Foto von Zeitungen

Schwerpunktthema «Selbstbestimmung»

«CléA Assistenzplattform» - eine Web-App die vermittelt

Ein selbstständiges Leben ist für Menschen mit Behinderungen oft mit Schwierigkeiten verbunden. Damit Betroffene zu Hause leben können, gibt es die Möglichkeit der persönlichen Assistenz: Personen, die helfen, den Alltag in den eigenen vier Wänden zu meistern. Neben dem Wohnen zu Hause ermöglicht die Unterstützung von Assistenz auch, einer Arbeit nachzugehen.  Doch der administrative Aufwand, ein Leben mit Assistenz zu führen, ist gross, und die Suche nach Assistentinnen und Assistenten gestaltet sich oft als schwierig. Das will der Förderverein CléA mit der App «CléA  Assistenzplattorm» vereinfachen. Die App ist einfach aufgebaut. Sie kommen mit zwei Klicks auf «Ich suche Assistenz» oder «Ich biete Assistenz» zu weiteren Informationen. Individuelle Bedürfnisse wie Zeitaufwand, konkreter Assistenzbedarf können zu Beginn eingegeben werden und so geeignete Personen einfacher und schneller gesucht und gefunden werden. Dies bringt nicht nur für Menschen mit Behinderungen Vorteile. Die Arbeit als Assistenzperson ist wenig bekannt. CléA will auch die Vorteile der Tätigkeit als Assistenz bekannter machen: Man kann Teilzeit arbeiten und die Arbeit eignet sich auch für Studentinnen und Studenten, Eltern mit Kindern, Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger sowie auch für Senioren oder Seniorinnen.

Medienmitteilung: «Start der «CléA Assistenzplattform» erfolgt»

App für die Vermittlung von Assistenz: CléA Assistenzplattform (clea.app)

Der Release der Live-Version in Deutsch, Französisch und Italienisch ist für den Herbst 2021 geplant.

Schwerpunktthema «Gleichstellung und Arbeit»

Fundierte Aussagen und Forschungsmaterial zu Ihrer Verfügung

Was fördert oder behindert die berufliche Inklusion von Menschen mit Behinderungen? Wir haben für Sie keine Vermutungen – sondern wissenschaftlich fundierte Aussagen zusammengestellt.

  • «Arbeitgebende, die bereits schon Kontakt zu Menschen mit Behinderungen hatten, sind eher bereit, jemanden mit Behinderung einzustellen.»
  • «Die soziale Unterstützung am Arbeitsplatz verbessert die Arbeitsfähigkeiten von Mitarbeitenden mit Behinderungen.»
  • «Ein inklusionsfreundliches Organisationsklima führt eher dazu, Menschen mit Behinderungen einzustellen.»
  • «Mitarbeitende mit Behinderungen werden häufiger diskriminiert als andere.»

Solche und viele weitere Zusammenhänge zwischen organisatorischen Rahmenbedingungen von Arbeitsstellen, dem Umgang mit Menschen mit Behinderungen und dem tatsächlichen Output, z.B. Arbeitsleistung von Angestellten mit Behinderungen sowie auch Arbeitsmarktfolgen sind in der Wirkungsübersicht systematisch zusammengestellt. Forschen Sie zum Thema Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen und Arbeit? Oder sind Sie Arbeitgeber und interessieren Sie sich für effiziente Inputs, wie Sie ein inklusionsfreundliches Arbeitsumfeld schaffen? Werfen Sie einen Blick in den Stand der Wissenschaft zum Thema.

Finanzhilfen

Projekte im Fokus

Wie haben unsere Finanzhilfen konkret zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen beigetragen? Hier präsentieren Ihnen Projektorganisationen laufend die Resultate ihrer bereits abgeschlossenen Projekte, welche das EBGB finanziell unterstützt hat

In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen folgendes Projekt vor:

myAbility Talent® Programm

Auf dem Bild sind 25 Personen auf ihren Bildschirmen abgebildet, die alle online an der Abschlussveranstaltung teilnehmen.
Gruppenbild der Abschlussveranstaltung von myAbility Talent® Programm

Das Projekt hat das erste Karriereprogramm für Unternehmen und Studierende sowie junge Akademiker und Akademikerinnen mit Behinderung und chronischer Krankheit in der Schweiz gestartet. Talents und auch die Mitarbeitende der Partnerunternehmen nahmen an Coachings und Workshops teil. Die Talents erhielten drei Coaching-Einheiten, um ihr Wissen zu Bewerbungsdokumenten, Bewerbungsgesprächen, Karrierestrategien und Kommunikation der eigenen Behinderung zu erweitern. Nach den Coaching-Einheiten hatten die Talents die Möglichkeit, sich mit Personalverantwortlichen der Partnerunternehmen auszutauschen. Dabei konnte das vorher Gelernte angewandt werden. Nach diesen Gesprächen schnupperten die teilnehmenden Talents in den Partnerunternehmen und lernten verschiedene Abteilungen und Mitarbeitende kennen. 

News Schweiz

Kanton Bern fördert die Leichte Sprache

«Informationen des Kantons sollen auch für Personen mit Leseschwierigkeiten zugänglich sein.» So steht es zuoberst in der Medienmitteilung des Kantons Bern vom 25. März 2021. Der Kanton hat einen umfassenden Bericht zur Leichten und zur einfachen Sprache publiziert. Darin sind Handlungsbedarf sowie konkrete Vorschläge zur Umsetzung betreffend Zugänglichkeit von Informationen für Menschen mit Leseschwierigkeiten zu lesen. Im Fazit schliesst der Bericht mit einem Zitat von Joseph Pulitzer: «Schreibe kurz – und sie werden es lesen. Schreibe klar – und sie werden es verstehen. Schreibe bildhaft – und sie werden es im Gedächtnis behalten.» Dieses Zitat ist über 100 Jahre alt und trifft das aktuelle Anliegen, Behördeninformationen verständlich und allen Zielgruppen zugänglich zu gestalten.

Bericht «Leichte Sprache im Kanton Bern» vom 17. März 2021

Fachkontakt
Letzte Änderung 08.04.2021

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