Barrierefreie Rahmenbedingungen

Ziel der Gleichstellung in der Arbeitswelt ist es, Hindernisse für Menschen mit Behinderungen im Arbeitsumfeld zu beseitigen. Wer entsprechende Massnahmen umsetzt, profitiert von einem grossen Mehrwert.

Bei der Gleichstellung in der Arbeitswelt geht es darum, die Rahmenbedingungen unabhängig von Einzelfällen so zu gestalten, dass Menschen mit Behinderungen einen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten können. Arbeitgeber, die dies möglich machen, profitieren auf verschiedenen Ebenen:

  • Barrierefreie Unternehmen nutzen das Potenzial von Menschen mit Behinderungen
  • Unternehmen, welche die individuelle Verschiedenheit («Diversity») der Mitarbeitenden fördern, gewinnen Perspektivenvielfalt und fördern ihre Innovationskraft
  • Barrierefreie Rahmenbedingungen kommen allen Mitarbeitenden zugute und steigern die Arbeitgeberattraktivität

Massnahmen für barrierefreie Rahmenbedingungen

Es bestehen verschiedene konkrete Faktoren und Massnahmen, welche die Rahmenbedingungen zur Schaffung eines inklusiven Arbeitsumfeldes verbessern. Welches diese Massnahmen sind, wird in unserem Artikel «Gleichstellung in der Arbeitswelt» erläutert. 

Gleichstellung in der Arbeitswelt (PDF, 1 MB, 23.05.2018)

Der Originalartikel auf Deutsch ist erschienen in der Schweizerischen Zeitschrift für Heilpädagogik (SZH) Nr. 3/2018

Wo anfangen?

Das Gelingen der Gleichstellung setzt das Commitment der Geschäftsleitung voraus. Nur wenn die Führung eine inklusive Kultur vorlebt, springt der Funke auf die Mitarbeitenden über. Auf dieser Grundlage können die Rahmenbedingen Schritt für Schritt angepasst werden. Folgende Checkliste gibt einen Überblick zu möglichen Massnahmen:

Praxisbeispiele

Die Gleichstellung in der Arbeitswelt lässt sich mit einer Weiterentwicklung der Organisation hinsichtlich «Diversity» verbinden. Das Beispiel Swisscom zeigt, wie dies gelingt. Um sich einer inklusiven Kultur zu verpflichten, hat das Unternehmen eine Quote für Mitarbeitende mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen eingeführt.

Gleichstellung in der Arbeitswelt ist keine Frage der Unternehmensgrösse. Dies beweist die Keller Recycling AG: Unter den 30 Mitarbeitenden sind acht Personen mit physischen oder psychischen Beeinträchtigungen. Statt manuelle Tätigkeiten zu automatisieren schafft das Familienunternehmen aus Hinwil (ZH) Arbeitsplätze. 

Finanzielle Unterstützung

Damit die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen gelingt, braucht es nicht nur Gesetze, sondern auch Arbeitgeber, die neue Wege beschreiten. Gute Beispiele, die aufzeigen, wie sich Hindernisse bewältigen oder beseitigen lassen, sind nötig. Der Bund unterstützt deshalb Unternehmen bei Pilotversuchen im Bereich der beruflichen Gleichstellung mit Finanzhilfen.

Informationen zu Kriterien und Fristen:

Fachkontakt
Letzte Änderung 31.05.2018

Zum Seitenanfang

https://www.edi.admin.ch/content/edi/de/home/fachstellen/ebgb/themen-der-gleichstellung/arbeit/berufliche-inklusion.html