Medienmitteilungen des EDI
Berufliche Vorsorge: Gute finanzielle Lage nach drei starken Anlagejahren / Fokus auf strukturelle Risiken und Governance
Nach drei guten Anlagejahren in Folge hat sich die finanzielle Lage der Vorsor-geeinrichtungen Ende 2025 weiter verbessert. Die durchschnittliche Netto-Vermögensperformance lag bei 6,1 % (Vorjahr: 7,4 %). Die Deckungsgrade stiegen per Ende 2025 im Durchschnitt auf 117,1 % (Vorjahr: 114,7 %). Gleich-zeitig profitierten die aktiven Versicherten erneut von einer hohen Verzinsung ihrer Altersguthaben von durchschnittlich 4,33 % (Vorjahr: 3,76 %). Trotz ge-stiegener geopolitischer und wirtschaftlicher Risiken sowie erhöhter Markt-volatilität sind die Vorsorgeeinrichtungen dank aufgebauter Reserven mehr-heitlich gut auf anspruchsvollere Marktphasen vorbereitet.
Die Schweizer Landwirtschaft befindet sich 2025 weiter im Umbruch
Der strukturelle Wandel der Schweizer Landwirtschaft setzt sich fort: 2025 gab es in der Schweiz 46 270 Landwirtschaftsbetriebe und damit 1,7% weniger als im Vorjahr. Die Bioanbaufläche nahm weiter zu, trotz der erstmals seit 2010 rückläufigen Zahl der Biobetriebe. Die Tierbestände entwickelten sich unterschiedlich, wobei die Zahl der Milchkühe und Schweine zurückging und die Geflügelzahl stieg. Dies geht aus der neusten landwirtschaftlichen Strukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Produzenten- und Importpreisindex steigt im April um 0,8%
Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise erhöhte sich im April 2026 gegenüber dem Vormonat um 0,8% und erreichte den Stand von 100,5 Punkten (Dezember 2025 = 100). Steigende Preise zeigten insbesondere Mineralölprodukte sowie Erdöl und Erdgas. Teurer wurden auch Metalle und Metallhalbzeug. Im Vergleich zum April 2025 sank das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten um 2,0%. Dies geht aus den Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Höhere Berufsbildung: Ein grosser Pluspunkt für die Selbstständigkeit
Ein Jahr nach Erhalt des eidgenössischen Diploms sind 13% der Absolventinnen und Absolventen der höheren Berufsbildung selbstständigerwerbend. Dies betrifft insbesondere die Bereiche Landwirtschaft und Gesundheit. Die meisten waren bereits vor ihrem Abschluss selbstständigerwerbend und üben ihre Tätigkeit danach weiterhin in der selbst gegründeten Firma oder Praxis aus. Dies zeigen die Ergebnisse der Erhebung zur höheren Berufsbildung des Bundesamtes für Statistik (BFS).
Zahl der inhaftierten Personen auf bisher höchstem Stand
Im Jahr 2025 wurden 111 962 Verurteilungen von Erwachsenen ins Strafregister eingetragen. Häufigste Sanktion war wie im Vorjahr die bedingte Geldstrafe. Umkehrt fiel die Zahl der kurzen unbedingten Freiheitsstrafen auf einen historischen Tiefstand. Am 31. Januar 2026 waren 7119 Personen inhaftiert – so viele wie noch nie seit Beginn der Erhebung. Dies geht aus der Strafurteilsstatistik und der Statistik des Freiheitsentzugs des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Von-Wattenwyl-Gespräche vom 8. Mai 2026
An den Von-Wattenwyl-Gesprächen vom Freitag, 8. Mai 2026, ist eine Delegation des Bundesrates unter der Leitung von Bundespräsident Guy Parmelin mit den Spitzen der Bundesratsparteien zusammengekommen. Seitens der Landesregierung nahmen auch Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider sowie Bundeskanzler Viktor Rossi an den Gesprächen teil. Im Zentrum des Austausches stand die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in der Schweiz.
Schwierigkeiten reichen bis in die Einkommensmitte hinein
In der Schweiz gehören 55,2% der Bevölkerung zur mittleren Einkommensgruppe – ein während 25 Jahren weitgehend stabiler Anteil. Ihre Lebenssituationen können sehr unterschiedlich ausfallen: In der unteren Mitte ist etwa jede zehnte Person mit Wohnkosten von über 40% des verfügbaren Haushaltseinkommens konfrontiert. Jede vierte Person dieser Gruppe lebt in Haushalten, die nicht in der Lage sind, eine unerwartete Ausgabe von 2500 Franken zu begleichen. In der oberen Mitte liegen diese Anteile mit 3,5% bzw. 10,9% deutlich tiefer. Dies sind einige Ergebnisse der Haushaltsbudgeterhebung (HABE) 2023 und der Erhebung 2024 über die Einkommen und Lebensbedingungen (SILC) des Bundesamtes für Statistik (BFS).
Öffentliche Warnung: Listerien in Enoki Pilzen der Marke Green Box Limited
In Enoki Pilzen der Marke Green Box Limited wurden Listerien nachgewiesen. Eine Gesundheitsgefährdung kann nicht ausgeschlossen werden. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) empfiehlt, das betroffene Produkt nicht zu konsumieren. Die betroffenen Betriebe haben das Produkt umgehend aus dem Verkauf genommen und einen Rückruf gestartet.
Von-Wattenwyl-Gespräche vom 8. Mai 2026
Die nächsten Von-Wattenwyl-Gespräche zwischen einer Delegation des Bundesrates und den Spitzen der Bundesratsparteien finden am Freitag, 8. Mai 2026, statt. Für die Landesregierung nehmen Bundespräsident Guy Parmelin, Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider sowie Bundeskanzler Viktor Rossi an den Gesprächen teil. Das Schwerpunktthema ist psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in der Schweiz.
Autismus-Spektrum-Störungen: Umsetzung der Finanzierung der intensiven Frühintervention
Per 1. Januar 2027 wird die Finanzierung eines Teils der intensiven Frühintervention (IFI) durch die IV langfristig sichergestellt. Die IFI richtet sich an Kleinkinder mit schweren Autismus-Spektrum-Störungen und kombiniert medizinische mit pädagogischen Massnahmen. An der Sitzung vom 6. Mai 2026 hat der Bundesrat die Verordnung zu den Voraussetzungen für die Finanzierung der medizinischen Massnahmen der IFI durch die IV verabschiedet. Die Beteiligung soll über Pauschalen erfolgen.
Das Integritätsgebot im Arzneimittelbereich wird auf Medizinprodukte ausgeweitet
Das Heilmittelgesetz legt fest, dass verschreibungspflichtige Arzneimittel frei von finanziellen Anreizen verschrieben, abgegeben oder angewendet werden sollen (Integritätsgebot). Neu soll das Gebot auch für Medizinprodukte gelten. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 6. Mai 2026 die entsprechende Verordnungsänderung in die Vernehmlassung gegeben.
Patient mit einer Hantavirus-Infektion ist in Spitalbehandlung
Eine Person mit einer Hantavirus-Infektion wird derzeit im Zürcher Universitätsspital (USZ) behandelt. Es handelt sich um einen Mann, der in die Schweiz zurückgekehrt ist und zuvor Passagier auf dem Kreuzfahrtschiff war, auf dem es zu mehreren Hantavirus-Fällen gekommen ist. Das USZ ist auf solche Fälle vorbereitet, kann den Patienten betreuen und die Sicherheit sowohl des Personals als auch aller Patientinnen und Patienten gewährleisten. Für die Schweizer Bevölkerung besteht derzeit keine Gefahr.
Erstes «Kulturforum Schweiz» 2027 in La Chaux-de-Fonds
Kultur ist Gesellschaft! Dieses Leitmotiv begleitet die Pilotausgabe des «Kulturforum Schweiz» am 19. Juni 2027. Dieses Forum wird im Rahmen der «Capitale culturelle suisse» in La Chaux-de-Fonds stattfinden.
Schweizweite Bekämpfung der Moderhinke: deutliche Fortschritte im zweiten Programmjahr
Im Rahmen der schweizweiten Bekämpfung der Moderhinke wurden vom 1. Oktober 2025 bis zum 31. März 2026 12'224 Schafbetriebe in der ganzen Schweiz kontrolliert. Die Auswertungen zeigen, dass der Anteil der von Moderhinke betroffenen Betriebe weiter sinkt und in der zweiten Untersuchungsperiode bei 9 Prozent liegt. In der ersten Untersuchungsperiode waren noch 22 Prozent betroffen. Das BLV führt das Programm gemeinsam mit den kantonalen Veterinärdiensten fort, mit dem Ziel, den Anteil positiver Betriebe innert fünf Jahren auf unter ein Prozent zu senken und die Schafhaltenden bei der Bekämpfung der Krankheit zu unterstützen.
Die Konsumentenpreise sind im April um 0,3% gestiegen
Der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) stieg im April 2026 im Vergleich zum Vormonat um 0,3% und erreichte den Stand von 101,1 Punkten (Dezember 2025 = 100). Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat betrug die Teuerung +0,6%. Dies geht aus den Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Öffentliche Warnung: pharmakologisch aktive Substanzen in MaiThai Kräuterpresslingen
In den Kräuterpresslingen «MaiThai Kräutermischung» wurden nicht deklarierte und pharmakologisch aktive Substanzen nachgewiesen. Eine Gesundheitsgefährdung kann nicht ausgeschlossen werden. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) empfiehlt, das betroffene Produkt nicht zu konsumieren. Die Globalnet Anstalt hat das Produkt umgehend aus dem Verkauf genommen und einen Rückruf gestartet.
Die Preise für Wohneigentum sind im 1. Quartal 2026 um 1,5% gestiegen
Der Schweizerische Wohnimmobilienpreisindex (IMPI) ist im 1. Quartal 2026 im Vergleich zum Vorquartal um 1,5% gestiegen und steht bei 126,8 Punkten (4. Quartal 2019 = 100). Auf nationaler Ebene haben sowohl die Preise für Einfamilienhäuser (+1,1%) als auch diejenigen für Eigentumswohnungen (+1,8%) angezogen. Am stärksten gestiegen sind die Wohneigentumspreise in den städtischen Gemeinden einer grossen Agglomeration (+3,1%), stabil geblieben sind sie in den städtischen Gemeinden einer kleinen oder ausserhalb einer Agglomeration. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal betrug die Gesamtteuerung +4,7%. Dies geht aus den Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Jahresrückblick Eidgenössische Stiftungsaufsicht ESA 2025
Die Eidgenössische Stiftungsaufsicht (ESA) legt ihren digitalen Jahresrückblick für das Jahr 2025 vor.
Gemeinsam gegen häusliche Gewalt: Roadmap hat Fortschritte gebracht – weitere Massnahmen sind in Arbeit
Die Roadmap gegen häusliche und sexuelle Gewalt hat sich bewährt. Zu diesem Schluss kommen Vertreterinnen und Vertreter von Bund und Kantonen am 27. April 2026 an einer gemeinsamen Veranstaltung in Bern. Bei der Bekämpfung von Gewalt innerhalb der Familie und namentlich gegen Frauen wurden wichtige Fortschritte erzielt. Die politischen Akteurinnen und Akteure haben aber gleichzeitig festgehalten, dass es unbedingt weitere Instrumente braucht. Diese sind bereits in Arbeit.
Auswertungsbericht 2025: Rassismusvorfälle aus der Beratungsarbeit
Das Beratungsnetz für Rassismusopfer hat im Jahr 2025 insgesamt 1245 Beratungsfälle rassistischer Diskriminierung dokumentiert und ausgewertet. Das sind 34 Fälle mehr als im Vorjahr, was einer Zunahme um knapp 3% entspricht. Nach dem starken Anstieg von nahezu 40 Prozent im Jahr 2024 haben sich die Zahlen damit auf hohem Niveau stabilisiert. Die meisten Vorfälle ereigneten sich auch im Jahr 2025 im Bildungsbereich, am Arbeitsplatz sowie im öffentlichen Raum und in der Nachbarschaft. Sie betrafen am häufigsten Anti-Schwarzen Rassismus und Ausländer- und Fremdenfeindlichkeit. Zudem zeigte sich wiederum eine deutliche Zunahme von Fällen von antimuslimischem Rassismus, während Antisemitismus auf konstant hohem Niveau blieb.