Medienmitteilungen des EDI
Die Beschäftigung ist im Jahr 2024 nur zögerlich gewachsen
Im Jahr 2024 zählte die Schweizer Wirtschaft rund 5,68 Millionen Arbeitsplätze, was einem Wachstum von 0,6% gegenüber 2023 entspricht. Damit wurde der zweitniedrigste Beschäftigungsanstieg seit 2011 verzeichnet. Die Beschäftigung nahm in allen Grossregionen ausser dem Tessin zu. Im Zeitraum 2011 bis 2024 wurden in der Schweiz über 810 000 Arbeitsplätze geschaffen, nahezu alle neuen Stellen entfielen auf den tertiären Sektor. Soweit die jüngsten Ergebnisse der Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) des Bundesamtes für Statistik (BFS).
Das Bevölkerungswachstum hat sich im Jahr 2025 leicht verlangsamt
Am 31. Dezember 2025 umfasste die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz 9 127 100 Personen. Das sind 0,8% mehr als 2024. Das Bevölkerungswachstum setzte sich zwar fort, verlangsamte sich jedoch, da weniger Personen einwanderten und mehr auswanderten. Die Mobilität innerhalb der Schweiz ging 2025 zurück. Die demografische Alterung verstärkte sich: Mittlerweile ist die Zahl der Personen ab 65 Jahren grösser als die Zahl der unter 20-Jährigen. Dies sind die definitiven Ergebnisse der Statistik der Bevölkerung und der Haushalte des Bundesamtes für Statistik (BFS).
Krankentaggelder: Heutiges System hat sich bewährt
Das heutige Krankentaggeldsystem ist ausreichend. Eine grundlegende Änderung ist daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht angezeigt. An seiner Sitzung vom 19. August 2026 hat der Bundesrat den Bericht in Erfüllung eines Postulats der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerats verabschiedet.
Die Erwerbstätigenzahl stieg im 2. Quartal 2026 um 0,8%, die Erwerbslosenquote (ILO) erhöhte sich auf 4,9%
Im 2. Quartal 2026 erhöhte sich die Erwerbstätigenzahl in der Schweiz gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 0,8%. Im gleichen Zeitraum stieg die Erwerbslosenquote gemäss Definition des Internationalen Arbeitsamtes (ILO) in der Schweiz von 4,6% auf 4,9%, während sie in der EU unverändert bei 5,9% blieb. Dies geht aus der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Schweizer Statistiktage 2026
Verbessern, verbinden, verstehen: Daten und Statistiken im Zeitalter von künstlicher Intelligenz
«Qui vit encore» vertritt die Schweiz im Wettbewerb um einen Oscar
Das Bundesamt für Kultur wird den Dokumentarfilm «Qui vit encore» von Nicolas Wadimoff bei der Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Hollywood in der Kategorie «bester internationaler Film» einreichen. Im Dezember 2026 wird bekanntgegeben, ob «Qui vit encore» in die Short List der für einen Oscar nominierbaren Filme aufgenommen wird.
Produzenten- und Importpreisindex sinkt im Juli um 0,1%
Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise sank im Juli 2026 gegenüber dem Vormonat um 0,1% und erreichte den Stand von 99,6 Punkten (Dezember 2025 = 100). Preisrückgänge zeigten insbesondere Erdöl und Erdgas sowie Mineralölprodukte. Im Vergleich zum Juli 2025 sank das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten um 2,1%. Dies geht aus den Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Swissmedic Spitalinspektionen 2025: Aufsicht zeigt Wirkung, Handlungsbedarf bleibt
Swissmedic hat 2025 insgesamt 28 Inspektionen in 26 Schweizer Spitälern sowie zwei Dienstleistungsfirmen in den Bereichen Aufbereitung, Instandhaltung und Vigilance von Medizinprodukten durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Kontrollen zeigen weiterhin erheblichen Handlungsbedarf bei der Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen. Gleichzeitig zeigt die Marktüberwachung von Swissmedic eine positive Signal- und Lenkungswirkung. Mehrere Spitäler haben den Verbesserungsbedarf frühzeitig erkannt und eigenständig Massnahmen zur Verbesserung der Produktsicherheit geplant oder bereits eingeleitet.
Ann Barbara Bauer wird neue Leiterin des Geschäftsfelds «Mathematik, Analysen und Statistik» des BSV
Ann Barbara Bauer wird neue Vizedirektorin des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV) und Leiterin des Geschäftsfelds «Mathematik, Analysen und Statistik». Sie tritt ihre neue Funktion am 1. September 2026 an.
Stephan Cueni wird Stellvertretender Direktor des Bundesamtes für Sozialversicherungen
Die Vorsteherin des Eidgenössischen Departementes des Innern (EDI), Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider, hat Stephan Cueni per 1. September 2026 zum Stellvertretenden Direktor des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV) ernannt. Der Bundesrat wurde an seiner Sitzung vom 12. August 2026 über die Ernennung informiert.
Bundesrat unterstützt Begrenzung von Entschädigungen bei Krankenkassen
Der Bundesrat unterstützt das Ziel, die Entschädigungen der Geschäftsleitungs- und Verwaltungsratsmitglieder der Krankenversicherer für ihre Tätigkeiten im Bereich der obligatorischen Krankenpflegeversicherung zu begrenzen. Dies erläutert er in seiner Stellungnahme zu einem Bericht der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates, die er im Rahmen seiner Sitzung vom 12. August gutgeheissen hat. Der Bundesrat beantragt, auf die Vorlage einzutreten, spricht sich aber für einen vereinfachten Mechanismus zur Festlegung der Höchstentschädigungen aus.
Monitoring der Kostenentwicklung in der Krankenversicherung
Die Kosten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung sind im zweiten Quartal 2026 im Jahresrhythmus um 0,4 Prozent gestiegen. In den letzten zwölf Monaten verursachte eine versicherte Person durchschnittlich Kosten in der Höhe von 4’834 Franken. Das sind 21 Franken mehr als im Vorjahr. Diese Zahlen basieren auf den Rechnungen, die von den Versicherern in den genannten Zeiträumen verarbeitet wurden. Die Einführung des neuen Gesamttarifsystems für ambulante ärztliche Leistungen hat Abrechnungsverzögerungen im ambulanten Spitalbereich zur Folge. Dies führt zu einem Kostenrückgang in diesem Bereich. Wann die Verzögerungen aufgeholt werden und wie hoch die Kostenentwicklung dadurch ausfallen wird, ist derzeit nicht abschätzbar.
Öffentliche Warnung: Falsches Verbrauchsdatum auf Pouletschnitzel von Migros
Das Verbrauchsdatum der Pouletschnitzel von Migros wurde fälschlicherweise mit dem 02.10.2026 angegeben. Das korrekte Verbrauchsdatum ist der 28.08.2026. Eine Gesundheitsgefährdung kann bei einem Konsum nach dem 28.08.2026 nicht ausgeschlossen werden. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) empfiehlt, das betroffene Produkt nach dem 28.08.2026 nicht mehr zu konsumieren. Migros hat das Produkt umgehend aus dem Verkauf genommen und einen Rückruf gestartet.
Öffentliche Warnung: Nicht deklarierte Allergene in Naturaplan Bio Spinat gehackt, ungewürzt von Coop
In Naturaplan Bio Spinat gehackt, ungewürzt von Coop wurde aufgrund eines Verpackungsfehlers die Allergene Milch und Gluten nicht deklariert, da Rahmspinat abgepackt wurde. Eine Gesundheitsgefährdung kann nicht ausgeschlossen werden. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) empfiehlt Personen mit einer Milch- oder Glutenallergie, das betroffene Produkt nicht zu konsumieren. Coop hat es umgehend aus dem Verkauf genommen und einen Rückruf gestartet.
Öffentliche Warnung: Listerien in Lachsforellenprodukten des Unternehmens «Le Terroir du Léman Sàrl» nachgewiesen
In Lachsforellenprodukten des Unternehmens «Le Terroir du Léman Sàrl» wurden Listerien nachgewiesen. Eine Gesundheitsgefährdung kann nicht ausgeschlossen werden. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) empfiehlt, die betroffenen Produkte nicht zu konsumieren. Das Unternehmen hat die Produkte umgehend aus dem Verkauf genommen und einen Rückruf gestartet.
«Lex Netflix»: Investitionen in das Schweizer Filmschaffen steigen 2025 um 25 Prozent
Seit dem 1. Januar 2024 gilt die im Filmgesetz verankerte Investitionspflicht für Unternehmen mit Fernseh- und Abrufdiensten. Sie müssen mindestens 4 Prozent ihrer in der Schweiz erzielten Bruttoumsätze in das Schweizer Filmschaffen investieren. Die Auswertung des Bundesamts für Kultur (BAK) für das Jahr 2025 zeigt, dass die Investitionen gegenüber dem Vorjahr um 25 Prozent zugenommen haben.
Tierseuchen früh erkennen: Was die Überwachung 2025 zeigt
Die Schweiz überwacht Tierseuchen nicht erst, wenn Tiere krank sind oder ein konkreter Verdacht besteht. Der jährliche Bericht des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) zeigt: 2025 wurden schweizweit 377’316 Untersuchungen zu Tierseuchen und Zoonosen erfasst. Dabei zeigt sich unter anderem, dass es weiterhin keine Hinweise auf eine Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest in die Schweiz gibt. Die Überwachung schützt Tierbestände und trägt dazu bei, die öffentliche Gesundheit, die Landwirtschaft sowie den Handel mit Tieren und Tierprodukten zu sichern. Gleichzeitig hilft sie Bund und Kantonen, Risiken früh zu erkennen und im Seuchenfall rasch zu handeln.
Die Konsumentenpreise sind im Juli um 0,1% gefallen
Der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) sank im Juli 2026 im Vergleich zum Vormonat um 0,1% und erreichte den Stand von 101,1 Punkten (Dezember 2025 = 100). Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat betrug die Teuerung +0,4%. Dies geht aus den Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Die Preise für Wohneigentum sind im 2. Quartal 2026 um 0,7% gestiegen
Der Schweizerische Wohnimmobilienpreisindex (IMPI) ist im 2. Quartal 2026 im Vergleich zum Vorquartal um 0,7% gestiegen und steht bei 127,7 Punkten (4. Quartal 2019 = 100). Auf nationaler Ebene sind die Preise für Einfamilienhäuser zurückgegangen (–0,4%) und diejenigen für Eigentumswohnungen haben angezogen (+1,6%). Am stärksten gestiegen sind die Wohneigentumspreise in den städtischen Gemeinden einer kleinen oder ausserhalb einer Agglomeration (+1,8%), stabil geblieben sind sie in den ländlichen Gemeinden. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal betrug die Gesamtteuerung +3,5%. Dies geht aus den Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Öffentliche Warnung: Noroviren in Beerenmischung tiefgefroren
In tiefgekühlten Beeren wurden Noroviren nachgewiesen. Eine Gesundheitsgefährdung kann nicht ausgeschlossen werden. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) empfiehlt, das betroffene Produkt nicht zu konsumieren. Lidl hat das Produkt umgehend aus dem Verkauf genommen und einen Rückruf gestartet.