Medienmitteilungen des EDI
Öffentliche Warnung: Erstickungsgefahr beim Spielzeug «Xylophon Instrument Wooden», verkauft bei Flying Tiger Copenhagen
Beim Produkt «Xylophon Instrument Wooden» können sich Metallstifte lösen. Dadurch können verschluckbare Kleinteile entstehen. Es besteht Erstickungsgefahr. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) empfiehlt, das betroffene Produkt nicht zu verwenden. Tiger Stores (Switzerland) AG hat das Produkt umgehend aus dem Verkauf genommen und einen Rückruf gestartet.
Öffentliche Warnung: Erstickungsgefahr durch Stoffhasen TEDDY BUNNY, verkauft bei Flying Tiger Copenhagen
Bei den Stoffhasen TEDDY BUNNY PINK und TEDDY BUNNY BLUE können sich die Ohren und Beine lösen. Dadurch können Kinder an das Füllmaterial gelangen. Es besteht Erstickungsgefahr. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) empfiehlt, die betroffenen Stoffhasen nicht zu verwenden. Tiger Stores (Switzerland) AG hat die Produkte umgehend aus dem Verkauf genommen und einen Rückruf gestartet.
Swiss Press Photo 26: Die besten Pressefotos in der Nationalbibliothek
Welche Themen haben das Jahr 2025 geprägt? Vom 16. Juli bis 9. Oktober 2026 zeigt Swiss Press Photo 26 in der Schweizerischen Nationalbibliothek in Bern die besten Bilder der Schweizer Presse als Retrospektive, die zum Nachdenken über ein emotions- und ereignisreiches Jahr einlädt.
Evaluation der Strukturreform BVG – Einordnung durch die OAK BV und gesetzlicher Handlungsbedarf
Der Bundesrat zieht im Postulatsbericht zur Evaluation der Strukturreform BVG vom 1. April 2026 insgesamt eine positive Bilanz. Gleichzeitig zeigt der Bericht, dass gezielte gesetzliche Anpassungen erforderlich sind. Die Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge (OAK BV) teilt diese Einschätzung gestützt auf ihre langjährige Aufsichtserfahrung.
Neue Finanzperspektiven der Sozialwerke: weitere Verschlechterung bei der IV
Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) hat die Finanzperspektiven von AHV, IV, EO und EL aktualisiert. Die finanziellen Aussichten der IV haben sich weiter verschlechtert. Ohne Gegenmassnahmen steigt das jährliche Defizit bis 2030 auf schätzungsweise rund 800 Millionen Franken. Hauptgrund ist der starke Anstieg der Neurenten. Das Eidg. Departement des Innern (EDI) zieht deshalb die Vernehmlassung zur IV-Reform zeitlich vor. Bei der AHV kippt das Umlageergebnis 2026 ins Negative. Grund ist die 13. AHV-Rente, die in diesem Jahr erstmals ausbezahlt wird, aber derzeit nicht finanziert ist.
Anstieg der lebensmittelbedingten Erkrankungen im Jahr 2025
In der Schweiz gab es letztes Jahr mehr lebensmittelbedingte Erkrankungen als 2024. Am häufigsten waren Ansteckungen mit Bakterien der Gattung Campylobacter, gefolgt von Salmonellen. Dies zeigt der aktuelle Bericht für Zoonosen und lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche des Bundes. Lebensmittelunternehmen müssen die geltenden Hygienevorgaben einhalten und die Lebensmittelsicherheit gewährleisten. Konsumentinnen und Konsumenten können sich mit einfachen Hygieneregeln in der Küche vor einer Ansteckung schützen.
Die Konsumentenpreise sind im Juni stabil geblieben
Der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) blieb im Juni 2026 im Vergleich zum Vormonat unverändert beim Stand von 101,3 Punkten (Dezember 2025 = 100). Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat betrug die Teuerung +0,5%. Dies geht aus den Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Behördenübergreifende Schwerpunktaktion «Peptide 2026»
Swissmedic hat am 22. Juni 2026 gemeinsam mit dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) und Swiss Sport Integrity SSI eine Schwerpunktaktion zu illegal importierten Peptiden durchgeführt. Dabei wurden gezielt Sendungen kontrolliert, bei denen der Verdacht bestand, dass sie illegal importierte Peptide oder vergleichbare Substanzen enthalten. Die Aktion zeigt: Solche Produkte werden zunehmend über unkontrollierte Online-Kanäle bestellt – oft ohne Zulassung, ohne Qualitätsgarantie und mit erheblichen Risiken für die Gesundheit.
Neuer Selbsttest: Beratungsstellen können prüfen, wie zugänglich ihre Angebote sind
Das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen lanciert einen Selbsttest, mit dem Beratungsstellen für gewaltbetroffene Personen ihre Angebote auf die Zugänglichkeit überprüfen können. Denn Menschen mit Behinderungen und insbesondere Frauen mit Behinderungen sind überproportional stark von Gewalt betroffen. Umso wichtiger ist es, dass sie bestehende Unterstützungs- und Schutzangebote ohne Benachteiligung in Anspruch nehmen können.
Restitution an Nigeria: Schweizer Museen geben 18 bedeutende Kulturgüter zurück
Achtzehn Kulturgüter aus dem Königtum Benin wurden von drei Schweizer Museen an Nigeria zurückgegeben. Die Kulturgüter, die in höfischen und religiösen Kontexten verwendet wurden, gehören zu den berühmten «Benin-Bronzen», die Ende des 19. Jahrhunderts aus dem Königreich Benin im heutigen Nigeria geraubt wurden. Zudem übergab die Eidgenossenschaft Nigeria fünf in der Schweiz eingezogene Kulturgüter. Im Rahmen der Übergabezeremonie unterzeichneten Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider und Nigerias Kulturministerin Hannatu Musa Musawa ein Abkommen über den Transfer von Kulturgütern. Ziel ist es, den illegalen Handel mit Kulturgütern zu bekämpfen und das kulturelle Erbe zu schützen.
Vier von fünf Absolventinnen und Absolventen der höheren Berufsbildung wechseln nach dem Abschluss die Stelle
58% der Absolventinnen und Absolventen der höheren Berufsbildung haben in den vier Jahren nach ihrem Abschluss von 2020 das Unternehmen gewechselt oder sich selbstständig gemacht. 20% haben innerhalb ihres Unternehmens die Stelle gewechselt. Dies geht aus den jüngsten Ergebnissen der Befragung zur höheren Berufsbildung des Bundesamtes für Statistik hervor (BFS).
Bundesrat am zweiten Reisetag im Bezirk Aigle mit Bootsfahrt auf der Rhone
Die Landesregierung unter der Leitung von Bundespräsident Guy Parmelin hat den zweiten Tag der diesjährigen Bundesratsreise im Bezirk Aigle östlich des Genfersees verbracht. Schwerpunkt des Programms bildete eine Bootsfahrt auf der Rhone.
Vom Mehl zum Brot: Bundesrat bei Industrie und Handwerk im Kanton Waadt
Am ersten Tag der Bundesratsreise 2026 hat sich die Landesregierung unter der Leitung von Bundespräsident Guy Parmelin mit unterschiedlichen Aspekten der Getreidewirtschaft beschäftigt und dabei den Kanton Waadt in der Nord-Süd-Richtung durchquert.
Die Bundesaufwendungen für Forschung und Entwicklung sind 2025 deutlich gestiegen
Die Aufwendungen des Bundes für Aktivitäten im Bereich der Forschung und Entwicklung erreichten 2025 einen neuen Höchststand. Sie stiegen gegenüber dem Vorjahr um 644 Millionen Franken (+25%) auf 3,2 Milliarden Franken. Grund für die starke Zunahme ist die Wiederassoziierung der Schweiz an das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation «Horizon Europe». Dies geht aus der Auswertung von Administrativdaten des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Bundesrat möchte die Rechtssicherheit des Drug Checking stärken
Der Bundesrat ist der Ansicht, dass das Drug Checking eine wesentliche Massnahme zur Schadensminderung und Frühintervention darstellt. In Zukunft möchte er die Rechtssicherheit dieser Praxis stärken und die Qualität der Angebote gewährleisten. Dies geht aus einem Bericht hervor, den er an seiner Sitzung vom 24. Juni 2026 verabschiedet hat.
Vergütung von Medizinprodukten aus dem Europäischen Wirtschaftsraum eingeleitet
Der Bundesrat schlägt vor, das Krankenversicherungsgesetz (KVG) zu ändern, damit die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) bestimmte medizinische Mittel und Gegenstände vergütet, die Versicherte im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) privat einkaufen. Die teilweise niedrigeren Preise im Ausland könnten die Kosten dämpfen und den Wettbewerb fördern. An seiner Sitzung vom 24. Juni 2026 hat der Bundesrat die entsprechende Botschaft zuhanden des Parlaments verabschiedet.
Neuregelung der psychologischen Psychotherapie hat sich etabliert
Die Neuregelung der psychologischen Psychotherapie hat sich etabliert und der Systemwechsel vom Delegations- zum Anordnungsmodell wird von den Patienten und Fachpersonen überwiegend als gelungen beurteilt. Der Zugang zur psychologischen Psychotherapie wird tendenziell als verbessert beurteilt. Parallel sind die Kosten zulasten der Grundversicherung in den ersten drei Jahren von 528 auf 922 Millionen Franken gestiegen. Dies zeigt die Evaluation des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), die der Bundesrat an seiner Sitzung vom 24. Juni 2026 zur Kenntnis genommen hat. Mit Blick auf den Kostenanstieg zulasten der Grundversicherung will der Bundesrat das Kostenmonitoring weiterführen. Zudem will er die weitere Entwicklung der Versorgungssituation vertieft analysieren.
Besuch von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider in Nigeria und Unterzeichnung eines Kulturgüterabkommens
Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider besucht vom 28. Juni bis zum 1. Juli 2026 Nigeria. Im Rahmen des Besuchs wird die Vorsteherin des Eidgenössischen Departements des Innern ein Abkommen über die Einfuhr, die Ausfuhr und die Rückführung von Kulturgütern unterzeichnen. Bei dieser Gelegenheit werden 23 Kulturgüter zurückgegeben. Die Bundesrätin wird auch die Ministerin für Frauenfragen und den Minister für Gesundheit treffen sowie vor Ort verschiedene Besuche absolvieren.
Neues Monitoring-System gibt Überblick über den Gesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen
Insgesamt sind junge Menschen in der Schweiz bei guter Gesundheit. Zu diesem Ergebnis kommt KidsHealthCH, das neue nationale Monitoring-System für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Der Bericht analysiert 100 Schlüsselindikatoren und bietet einen detaillierten Überblick über die Gesundheit junger Menschen in der Schweiz. Er zeigt auch gewisse negative Tendenzen auf, insbesondere bei der psychischen Gesundheit, beim Tabak- und Nikotinkonsum sowie beim Schutz Jugendlicher vor Tabak und Alkohol. KidsHealthCH fasst die Daten aus mehreren Erhebungen zusammen und wurde in Zusammenarbeit mit rund 100 Experten entwickelt.
Deklaration tierischer Lebensmittel: Vernehmlassung der Länderlistenverordnung eröffnet
Ab Mitte 2027 müssen Fleisch, Eier und Milch gekennzeichnet werden, wenn sie von Tieren stammen, bei denen bestimmte schmerzhafte Eingriffe vorgenommen wurden. Diese Regelung dient der transparenten Information von Konsumentinnen und Konsumenten. Lebensmittel aus Staaten, die diese Eingriffe ohne Betäubung oder Schmerzausschaltung verbieten, müssen nicht gekennzeichnet werden. Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) hat Listen der kennzeichnungsfreien Länder erstellt und am 22. Juni 2026 die Vernehmlassung dazu eröffnet.