Medienmitteilungen des EDI
Ebola-Fall und Kontaktperson in Behandlung in der Schweiz
Eine mit Ebola infizierte Frau wird derzeit im Universitätsspital Genf (HUG) behandelt. Ihr Ehepartner, der als enge Kontaktperson gilt, ist im Universitätsspital Zürich (USZ) in Isolation. Die beiden Personen wurden heute Montag durch einen medizinischen Evakuierungsflug aus Nigeria in die Schweiz transportiert. Das HUG und das USZ sind auf solche Fälle vorbereitet, können die beiden betroffenen Personen betreuen und die Sicherheit sowohl des Personals als auch aller Patientinnen und Patienten gewährleisten. Für die Schweizer Bevölkerung besteht dadurch keine Gefährdung.
5. Runder Tisch Kostendämpfung im Gesundheitswesen: sechs neue Massnahmen verabschiedet
Der Runde Tisch Kostendämpfung im Gesundheitswesen, der im November 2024 von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider eingesetzt wurde, tagte am 26. Oktober 2026 in Bern zum fünften Mal. Die Partner haben die Umsetzung von sechs neuen Massnahmen zur Kosteneinsparung in verschiedenen Bereichen beschlossen, die sich auch auf Vorschläge aus dem elektronischen Briefkasten stützen. Sie wurden zudem über den Stand der Umsetzung der im vergangenen Jahr verabschiedeten Massnahmen informiert.
Revision der kantonalen BIP für ein genaueres Bild der regionalen Wirtschaft
Im Anschluss an die 2025 veröffentlichte Revision des Bruttoinlandprodukts (BIP) der Schweiz publiziert das Bundesamt für Statistik (BFS) eine revidierte, provisorische Zeitreihe der kantonalen BIP für die Jahre 2011 bis 2024. Die Revision führt zu erheblichen Veränderungen der kantonalen BIP, bestätigt aber weitgehend die langfristigen Wachstumstrends.
Effektiv- und Mindestlöhne sind 2026 um durchschnittlich 0,5% bzw. 0,8% gestiegen
Die unterzeichnenden Sozialpartner der wichtigsten Gesamtarbeitsverträge (GAV) in der Schweiz haben für das Jahr 2026 eine Erhöhung der Effektivlöhne um durchschnittlich 0,5% und der Mindestlöhne um durchschnittlich 0,8% beschlossen. Von der Effektivlohnerhöhung wurden 0,3% individuell und 0,2% kollektiv zugesichert. Dies geht aus der Erhebung über die gesamtarbeitsvertraglichen Lohnabschlüsse hervor, die vom Bundesamt für Statistik (BFS) durchgeführt wird.
Die nationale Kampagne gegen häusliche Gewalt wird ausgebaut
Das Angebot der nationalen Präventionskampagne gegen häusliche, sexualisierte und geschlechtsbezogene Gewalt wird ausgebaut und der Zugang zu bestehenden Hilfsangeboten weiter erleichtert. Neu steht auf der Kampagnenwebsite ein digitaler Beziehungs-Check zur Verfügung, der dabei hilft, Warnzeichen von Gewalt zu erkennen. Zudem sind zusätzliche Informationen in Leichter Sprache und mehreren Nicht-Landessprachen abrufbar. Ab sofort können auch Privatpersonen kostenlos Kampagnenmaterial bestellen. Ziel ist es, möglichst viele Menschen zu erreichen und Betroffene sowie ihr Umfeld frühzeitig auf Unterstützungsangebote aufmerksam zu machen.
Öffentliche Warnung: Listerien in geräucherten Forellenfilets Natur der Marke Nautica, verkauft bei Lidl Schweiz
In geräucherten Forellenfilets Natur der Marke Nautica, verkauft bei Lidl Schweiz, wurden Listerien nachgewiesen. Eine Gesundheitsgefährdung kann nicht ausgeschlossen werden. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) empfiehlt, das betroffene Produkt nicht zu konsumieren. Lidl Schweiz hat das Produkt umgehend aus dem Verkauf genommen und einen Rückruf gestartet.
Berufliche Vorsorge: Anpassung der Hinterlassenen- und Invalidenrenten an die Preisentwicklung per 1. Januar 2027
Auf den 1. Januar 2027 werden die Hinterlassenen- und Invalidenrenten der obligatorischen zweiten Säule an die Preisentwicklung angepasst. Bei einigen Renten ist es die erste Anpassung, andere wurden zuvor schon angepasst.
Auskunftstelle für Vergiftungen: Bund will Finanzierung gesetzlich langfristig absichern
Die Finanzierung der Auskunftstelle für Vergiftungen, Tox Info Suisse, ist nicht ausreichend geregelt. Der Bundesrat sprach sich daher im Herbst 2025 für eine Kostenbeteiligung mit den Herstellerfirmen aus, deren Produkte Vergiftungen verursachen können. Da auf freiwilligem Weg keine Einigung erreicht wurde, setzt der Bundesrat wie angekündigt auf gesetzliche Anpassungen. An seiner Sitzung vom 21. Oktober 2026 hat er eine entsprechende Vorlage zur Mitfinanzierung durch die Herstellerfirmen in die Vernehmlassung gegeben.
Bundesrat verabschiedet Bericht zur Einführung eines Behindertenausweises in der Schweiz
Die Europäische Union plant die Einführung eines Europäischen Behindertenausweises bis im Jahr 2028. Ein Postulat verlangte vom Bundesrat, zu prüfen, wie ein solcher Ausweis für Menschen mit Behinderungen auch in der Schweiz eingeführt werden könnte. An seiner Sitzung vom 21. Oktober 2026 hat der Bundesrat den Postulatsbericht verabschiedet. Darin zeigt er drei mögliche Optionen zur Einführung auf.
Öffentliche Warnung: Zu hoher Gehalt an Pyrrolizidinalkaloiden in Bohnenkraut der Marke Natur und Mensch Lebensbaum
In Bohnenkraut gerebelt und getrocknet der Marke Natur und Mensch Lebensbaum wurde ein zu hoher Gehalt an Pyrrolizidinalkaloiden nachgewiesen. Eine Gesundheitsgefährdung kann nicht ausgeschlossen werden. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) empfiehlt, das betroffene Produkt nicht zu konsumieren. Bio Partner Schweiz AG hat das Produkt umgehend aus dem Verkauf genommen und einen Rückruf gestartet.
Im Jahr 2025 übte jede siebte erwerbstätige Person eine selbstständige Tätigkeit aus
2025 waren 13,9% der Erwerbstätigen in der Schweiz im Haupterwerb selbstständig (einschliesslich Arbeitnehmende im eigenen Betrieb). Selbstständigerwerbende waren im Durchschnitt acht Jahre älter als Arbeitnehmende. Ihre Arbeitsbedingungen zeichneten sich durch eine höhere Wochenarbeitszeit und vermehrtes Arbeiten am Wochenende aus. Dies sind einige Ergebnisse aus der Publikation zur selbstständigen Erwerbstätigkeit in der Schweiz 2025 des Bundesamtes für Statistik (BFS).
Bundesrat Cassis und Bundesrätin Baume-Schneider empfangen den kolumbianischen Aussenminister Omar Bula
Bundesrat Ignazio Cassis hat am 19. Oktober 2026 den kolumbianischen Aussenminister Omar Bula zu einem Arbeitstreffen in Bern empfangen. Im Zentrum der Gespräche standen die bilateralen Beziehungen, die Schweizer Unterstützung für Kolumbien nach dem Erdbeben von August 2026, sowie die Friedens- und Sicherheitslage in Kolumbien und der Region. Zuvor traf sich Aussenminister Bula mit Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider, um ein Sozialversicherungsabkommen zwischen den beiden Ländern zu unterzeichnen und sich über die bilaterale kulturelle Zusammenarbeit auszutauschen.
LOVE LIFE: Neue Kampagne richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene
Rund 90 000 junge Menschen machen in der Schweiz jedes Jahr erstmals eigene Erfahrungen mit Sexualität. Sie brauchen verlässliche Informationen, um sich vor HIV und anderen sexuell übertragenen Infektionen zu schützen. LOVE LIFE setzt deshalb neu gezielt bei den 16- bis 26-Jährigen an und stärkt ihre Gesundheitskompetenz mit alltagsnahen Informationen zu Safer Sex.
Produzenten- und Importpreisindex steigt im September um 0,3%
Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise erhöhte sich im September 2026 gegenüber dem Vormonat um 0,3% und erreichte den Stand von 100,7 Punkten (Dezember 2025 = 100). Steigende Preise zeigten insbesondere Mineralölprodukte, Computer, Erdöl und Erdgas sowie Automobile und Automobilteile. Im Vergleich zum September 2025 sank das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten um 0,2%. Dies geht aus den Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Publikationshinweis: Verordnung über die Ein-, Durch- und Ausfuhr von Heimtieren
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 14. Oktober 2026 die Änderung der Verordnung über die Ein-, Durch- und Ausfuhr von Heimtieren (EDAV-Ht) verabschiedet. Die wichtigsten Änderungen betreffen die bessere Strukturierung und Lesbarkeit der Bestimmungen sowie deren Anpassung an neue EU-Vorgaben. Damit wird die Äquivalenz gemäss dem Agrarabkommen (Veterinäranhang) gewährleistet.
Kapitalerträge der Krankenversicherer für die Prämiensenkung: Das geltende freiwillige System reicht aus
Die Krankenversicherer müssen ihre gesamten Kapitalerträge nicht zur Prämiensenkung einsetzen. Der Bundesrat ist der Auffassung, dass der freiwillige Charakter des heutigen Mechanismus ausreicht. An seiner Sitzung vom 14. Oktober 2026 hat er den Bericht in Erfüllung des Postulats 22.3930 Feller «Die gesamten Kapitalmarkterträge der Krankenversicherer für die Prämiensenkung verwenden» genehmigt.
Revision im Lebensmittelrecht: Vernehmlassung eröffnet
Im Lebensmittelrecht sollen diverse Verordnungen angepasst werden. Die Änderungen gewährleisten den gleich hohen Gesundheitsschutz wie in der Europäischen Union (EU) sowie einen reibungslosen Handel mit Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen. Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) hat am 13. Oktober 2026 die Vernehmlassung zu den Änderungen eröffnet.
Impfen gegen Grippe, Covid-19 und RSV
Im Winterhalbjahr treten Atemwegserkrankungen häufig auf. Auslöser sind verschiedene Viren oder Bakterien, welche die oberen Atemwege, aber auch Bronchien und die Lunge befallen können. Personen mit erhöhtem Risiko werden deshalb Impfungen gegen bestimmte Atemwegserkrankungen empfohlen. Die Impfempfehlung gegen die Grippe ist im Vergleich zur letzten Saison unverändert geblieben. Die Impfempfehlungen gegen Covid-19 und RSV wurden leicht angepasst.
Die Lernenden- und Studierendenzahlen werden sich je nach Bildungsstufe sehr unterschiedlich entwickeln
Gemäss dem Referenzszenario des Bundesamtes für Statistik (BFS) wird die Zahl der Studierenden an den Schweizer Hochschulen voraussichtlich weiter steigen (+21 % zwischen 2026 und 2035) und auf Bachelor- und Masterstufe die 300 000er-Marke überschreiten. Diese Zunahme ist insbesondere auf das Bevölkerungswachstum und die steigende Zahl der Studierenden aus dem Ausland zurückführen. Gleichzeitig dürfte die Lernendenzahl auf Primarstufe infolge der rückläufigen Geburtenzahlen ab 2029 deutlich sinken (–8% zwischen 2026 und 2035) und sich anschliessend ab 2034 auch auf der Sekundarstufe I verringern. Auf der Sekundarstufe II ist bis mindestens 2035 mit einem Wachstum zu rechnen. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse des BFS zu den Szenarien 2026–2035 für das Bildungssystem.
Bundesrat empfiehlt Ja zur Erhöhung der Mehrwertsteuer für die 13. AHV-Rente
Am 29. November 2026 stimmen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über die AHV-Zusatzfinanzierung durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer ab. Damit soll ein Teil der 13. AHV-Rente finanziert werden, die im Dezember 2026 erstmals ausbezahlt wird. Ohne zusätzliche Einnahmen gerät die AHV finanziell zunehmend in Schieflage, weil das Defizit rasch ansteigt. Bundesrat und Parlament empfehlen deshalb, die Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,4 Prozentpunkte anzunehmen.