Internetbasierte Plattformdienstleistungen sind in der Schweiz wenig verbreitet
Neuchâtel, 13.05.2025 — Im Jahr 2024 gaben 0,9% der Bevölkerung an, internetbasierte Plattformdienstleistungen geleistet zu haben. Dabei wird die dienstleistende Person über eine Internetplattform mit der Kundin oder dem Kunden verbunden. Nach Tätigkeitsbereich betrachtet haben 0,2% der Bevölkerung Plattformarbeit im engeren Sinn geleistet (Taxidienste, Essenslieferdienste, Programmierung, usw.), 0,4% über eine Internetplattform eine Unterkunft vermietet und 0,2% via eine Internetplattform Waren verkauft, die absichtlich dafür bereitgestellt worden sind. Dies geht aus der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Zwei Drittel verrichten sporadische Plattformdienstleistungen
Lediglich 0,2% der Bevölkerung bzw. 20,9% der Plattformdienstleistenden führen «regelmässige und umfangreiche» Dienstleistungen über eine Plattform aus (inklusive Vermietung einer Unterkunft und Warenverkauf), d.h. sie erbringen diese fast jeden Monat und arbeiten dafür mindestens zehn Stunden pro Woche oder verdienen mindestens 10 000 Franken pro Jahr. Weitere 0,1% der Bevölkerung bzw. 15,1% der Plattformdienstleistenden verrichten «regelmässige, aber moderate» Dienstleistungen über eine Plattform, d.h. fast jeden Monat und sie arbeiten dafür zwischen einer und weniger als zehn Stunden pro Woche oder verdienen zwischen 1000 und weniger als 10 000 Franken pro Jahr. Die grosse Mehrheit (64,0%) der Plattformdienstleistenden (0,6% der Bevölkerung) erbringt sporadische oder geringfügige Plattformtätigkeiten (weniger als eine Stunde pro Woche und weniger als 1000 Franken pro Jahr).
Plattformdienstleistungen als Zusatzverdienst
Internetbasierte Plattformdienstleistungen können aus diversen Gründen erfolgen. Am häufigsten genannt wird die zusätzliche Verdienstmöglichkeit (55,5% der Plattformdienstleistenden; Mehrfachnennungen möglich), an zweiter Stelle folgt mit 32,8% die zeitliche und/oder örtliche Flexibilität. 18,7% leisten diese Arbeitsform aufgrund der Vereinbarkeit mit dem Studium und/oder den Familienaufgaben. Die «anderen Gründe» schliesslich werden von 36,9% der Plattformdienstleistenden genannt.
Mittleres jährliches Einkommen bei etwas mehr als 10 000 Franken
Das durchschnittliche jährliche Bruttoerwerbseinkommen aus Plattformdienstleistungen (inklusive Vermietung einer Unterkunft und Warenverkauf) belief sich im Jahr 2024 auf 10 432 Franken pro Person. Nach Einkommensklassen betrachtet sind die Anteile bis auf die höchste Klasse verhältnismässig homogen verteilt. 0,1% der Bevölkerung bzw. 12,0% der Plattformdienstleistenden erzielen ein Einkommen von mehr als 12 000 Franken pro Jahr. 0,5% der Bevölkerung bzw. etwas mehr als 60 Prozent der Plattformdienstleistenden erzielen ein Einkommen von bis zu 12 000 Franken pro Jahr (bis 1 000 Franken: 0,2% der Bevölkerung bzw. 20,4% der Plattformdienstleistenden; 1 001 bis 3 000 Franken: 0,2% bzw. 22,0%; 3 001 bis 12 000 Franken: 0,2% bzw. 21,1%). In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass insgesamt 24,5% der Plattformdienstleistenden keine Angaben zu ihrem Einkommen gemacht haben.
Diese Medienmitteilung und weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Website des BFS.