Sloweniens Präsidentin Nataša Pirc Musar für offiziellen Besuch in der Schweiz
Bern, 26.05.2026 — Die slowenische Präsidentin Nataša Pirc Musar hat am Dienstag, 26. Mai 2026, Bundespräsident Guy Parmelin in Bern getroffen. Themen des offiziellen Gesprächs im Landgut Lohn waren insbesondere der weitere Ausbau der ausgezeichneten Beziehungen zwischen der Schweiz und Slowenien, europapolitische Fragen sowie die Sicherheitslage auf dem Kontinent.
Bundespräsident Parmelin und die slowenische Präsidentin Pirc Musar unterstrichen die Dynamik in den bilateralen Beziehungen, die von einem regen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Austausch sowie von der Zusammenarbeit bei der Umsetzung des zweiten Schweizer Beitrags in Slowenien geprägt sind.
Stark entwickelte sich in den vergangenen Jahren insbesondere der bilaterale Handel. Die Goldbranche ausgeklammert, ist Slowenien nach den USA und Deutschland der drittwichtigste Handelspartner der Schweiz, was vor allem auf Lieferketten der Pharma- und Chemiebranche zurückzuführen ist. Die Schweiz ist nach Österreich und Luxemburg die drittwichtigste ausländische Investorin in Slowenien. Das Wachstum des wirtschaftlichen Austausches eröffnet weitere Möglichkeiten für die wissenschaftliche Zusammenarbeit. Zur Sprache kamen auch die über den zweiten Schweizer Beitrag mitfinanzierten Projekte in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien.
Bei den europapolitischen Themen erläuterte Bundespräsident Parmelin die innenpolitischen Etappen bei der Behandlung des Pakets von Abkommen zur Stabilisierung und Weiterentwicklung der Beziehungen Schweiz–EU (Bilaterale III).
Ein weiteres Thema war die Sicherheitslage in Europa, insbesondere der Krieg in der Ukraine. Besprochen wurde der für das erste Halbjahr 2027 in der Schweiz geplante Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft EPG wie auch der derzeitige Schweizer Vorsitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa OSZE.
Ebenfalls auf der Agenda stand die Lage im Westbalkan, seit langem eine Priorität der Schweizer Aussenpolitik. Die Schweiz unterstützt die europäische Perspektive des Westbalkans, um Frieden und Wohlstand in der Region zu fördern, so der Bundespräsident. Bei einem Austausch über die multilaterale Lage betonte er die Rolle des internationalen Genf, um in einer Zeit mit grossen Herausforderungen Lösungen zu erarbeiten.
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