Rassismusbekämpfung
Der Bund geht gegen Rassismus und rassistische Diskriminierung vor und engagiert sich für die Gleichbehandlung aller Menschen, unabhängig von ihrer ethnischen oder nationalen Herkunft, ihres Aussehens oder ihrer Religionszugehörigkeit.
Diskriminierung ist verboten
In der Schweiz schützen verschiedene Rechtsnormen die Menschen vor rassistischer Diskriminierung. In der Bundesverfassung wird Diskriminierung aufgrund der Herkunft, der «Rasse», des Geschlechts, des Alters, der Sprache, der sozialen Stellung, der Lebensform, der religiösen, weltanschaulichen oder politischen Überzeugung oder wegen einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung verboten (Art. 8 Abs. 2 BV). Zudem stellt die Strafnorm gegen Diskriminierung und Aufruf zu Hass (Art. 261bis StGB) Handlungen unter Strafe, mit denen Menschen aufgrund ihrer «Rasse», Ethnie, Religion oder sexuellen Orientierung in der Öffentlichkeit das gleichberechtigte Dasein ausdrücklich oder implizit abgesprochen wird. Strafbar sind zudem rassistisch diskriminierende Verweigerungen von Waren- und Dienstleistungen, die für die Allgemeinheit gedacht sind.
Eidgenössische Kommission gegen Rassismus (EKR)
Zur Umsetzung des Internationalen Übereinkommens zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung (ICERD) setzte der Bundesrat die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus (EKR) ein. Sie analysiert rassistische Diskriminierung in der Schweiz, bekämpft jegliche Form von direkter oder indirekter rassistischer Diskriminierung und leistet Öffentlichkeits-, Sensibilisierungs- und Präventionsarbeit. Die EKR berät zudem Verwaltung, Behörden und Private. Das Sekretariat der EKR ist dem Generalsekretariat des EDI angegliedert.
Eidgenössische Kommission gegen Rassismus (EKR)
Fachstelle für Rassismusbekämpfung (FRB)
Ebenfalls dem Generalsekretariat angegliedert ist die Fachstelle für Rassismusbekämpfung (FRB). Die FRB ist für die Förderung, Koordination und Vernetzung von Massnahmen gegen Rassismus und rassistische Diskriminierung auf Ebene des Bundes, Kantone und Gemeinden zuständig. Sie unterstützt Behörden und Institutionen, vergibt Finanzhilfen für Projekte gegen Rassismus und trägt die Verantwortung für die nationale und internationale Berichterstattung.
