Inklusion macht Schule

Erklärvideo

Projektziel & Zielgruppe

  • Inklusion ist ein Menschenrecht und betrifft jeden von uns. Es braucht das Engagement von allen, u.a. von Organisationen aus dem Behinderten- und Nichtbehindertenbereich.
  • Durch die Koordination eines Netzwerks wird angestrebt, dass existierende Strukturen sich gezielter austauschen.
  • Ziel ist die Förderung bzw. das Ermöglichen der Teilhabe von allen Kindern und Jugendlichen an regulären Angeboten und die Auseinandersetzung mit inklusiven Vorgehensweisen in laufenden und geplanten Projekten.
  • Zielgruppe: Fachpersonen aus der Jugend- und Sozialarbeit, Lehrpersonen, Schul- und Institutionsleitende, Behörden (Sportamt, Jugend- und Sozialamt u.Ä.), Personen mit und ohne Behinderungen, Integrationsdelegierte bzw. Gleichstellungsbeauftragte.

Wie hilft dieses Projekt?

Das Schweizerische Behindertengleichstellungsgesetz definiert, dass Menschen mit Behinderung die gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen ist. Dies entspricht insbesondere im Freizeitbereich nicht der Realität. Kinder/Jugendliche mit Behinderungen haben zu vielen Angeboten kaum Zugang.

Mit dem Projekt «Inklusion macht Schule» wird ein aktiver Beitrag zur Umsetzung der Gleichstellung und Inklusion von allen geleistet.

Blindspot setzt sich für die Bildung eines Netzwerks ein, das einen engen Austausch zwischen Institutionen aus dem Behinderten- und Nichtbehinderten-Bereich anstrebt und den Mehrwert der Inklusion aufzeigt.

Durch die Sensibilisierung und den Erfahrungsaustausch werden Partner und Partnerinnen dazu motiviert, Aspekte wie Gleichstellung und Inklusion in ihren Strukturen und ihren Projekten zu berücksichtigen. Dabei kann das Netzwerk unterstützen.

Was hat dieses Projekt erreicht?

  • Aufbau eines Netzwerks: 19 PartnerInnen, 6 Informationstreffen, 8 thematische Inputs, 21 Kleingruppen-Treffen, 2 Treffen mit Gemeindevertretenden
    • Die Gleichstellung ist in den Strukturen der Stadtverwaltung gestärkt
    • PartnerInnen erkennen den Mehrwert der Inklusion.
  • Sensibilisierung / Transfer: 3 Kleinprojekte wurden inklusiv realisiert, Sportlektionen mit Kindern/Jugendlichen aus einer Regel- und einer Sonderschule wurden durchgeführt.
    •  Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung können Barrieren abbauen.
  • Das Projekt zeigt allen Beteiligten auf, dass sie eine wichtige Rolle im Erreichen einer inklusiven Gesellschaft spielen.

Beispiel

Dank dem Netzwerk sind Kontakte zwischen Blindspot und den Sportämtern von Stadt/Kanton Bern entstanden. Beide Sportämter wollten sich für die Inklusion einsetzen. Als Partner wurde unter anderem die Stiftung Jugendförderung Berner Handball miteinbezogen, welche Sportwochen mit dem Berner Sportamt durchführt.

Nach einem Austausch zur Sensibilisierung und Orientierung des Kernteams fand die erste inklusive Sportwoche im Februar 2019 statt.

Das Pilot-Projekt wird im Sommer 2019 mit denselben Partnern weitergeführt. Es betrifft ein bestehendes Angebot der Stadt Bern.

Langfristiges Ziel ist, das Projekt zu multiplizieren.

 «Die Möglichkeit des Miteinanders von Kindern mit und ohne Behinderungen ist für die Direktion für Bildung, Soziales und Sport (BSS) wie auch für mich selber, ein sehr wichtiges Anliegen», sagt Sportdirektorin Franziska Teuscher. «Jedes Kind soll Sport machen können und die Kinder sollen in verschiedensten Kontexten voneinander lernen können.»

«Es hat mich besonders gefreut zu sehen, dass sich die Kinder gegenseitig unterstützten und füreinander da waren», sagt Martin Friedli, Leiter der Sportwoche.

Herausforderungen

  • Die Sensibilisierungsarbeit ist zeitintensiv: Partnern aufzuzeigen, welche Rolle sie haben, braucht Überzeugungskraft und gute Beispiele. Die Betroffenheit ist selten vorhanden und es braucht viel Austausch, um eine Beteiligung zu initiieren.
  • Das Vorgehen wurde daher angepasst und es sind mehr Einzelgespräche durchgeführt worden als geplant, um sich gegenseitig über laufende Projekte zu informieren und Potential von inklusiven Projekten selber zu erkennen. Es braucht noch viel Sensibilisierungs- und Aufklärungsarbeit, um eine Beteiligung an inklusiven Prozessen zu erzielen. Die gesetzlichen Aspekte müssen dabei mit erklärt werden: Inklusion ist ein Menschenrecht und soll gemäss der UNO- BRK umgesetzt werden.
  • Es braucht ein politisches Engagement auf allen Ebenen, so dass verbindliche Grundlagen geschaffen werden.

Trägerschaft

Trägerschaft: Blindspot – Inklusion und Vielfaltsförderung Schweiz
Projektregion: Bern
Laufzeit: 5 Jahre
Finanzierung: vom Bund im Rahmen des Kinder- und Jugendförderungsgesetzes, EBGB, Stiftung Mercator Schweiz
Kontaktperson: Malika Véron – Jonas Staub
Webseite: www.blindspot.ch

 
 
 
 
 

Letzte Änderung 18.06.2019

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