Special Trainings – Entwicklung inklusiver Sportangebote

Projektziel & Zielgruppe

Hauptziel des Projekts war es, Sportvereine zu überzeugen, Kinder und Jugendliche mit Behinderungen aufzunehmen, damit diese am sportlichen und gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Es wurden Sportvereine mobilisiert, Sensibilisierungsmassnahmen eingeleitet sowie Schulungen und Werbekampagnen durchgeführt.
Erfolgsindikatoren (Outputs) Ende 2019: 90 inklusive Sportvereine, 32 Qualitätslabels, 16 Werbetage «Kids & Family Days» und 10 Schulungstage über inklusiven Sport.

Wie hilft das Projekt?

Menschen mit Behinderungen können dank dem Projekt in einem Sportverein ihrer Region mitmachen. Das Projekt ist in dem Sinne innovativ, dass nicht neue gemischte Angebote geschaffen wurden, wie dies oft der Fall ist (z. B. Sportcamps für Menschen mit und ohne Behinderungen), sondern dass bestehende Vereine Menschen mit Behinderungen aufnehmen. So können diese an den sportlichen und gesellschaftlichen Anlässen teilnehmen, die das Wesen von Sportvereinen ausmachen. Das Projekt setzt eine konkrete Massnahme der UNO-Behindertenrechtskonvention (BRK) im Bereich des Sports um.

Was hat dieses Projekt erreicht?

Das Projekt hat zusammen mit den Vereinen und den verschiedenen Akteuren bewirkt, dass in den rund 90 beteiligten Sportvereinen fast 800 Jugendliche mit Behinderungen Mitglieder geworden sind. Seit Projektbeginn im Januar 2016 fanden mehr als 78 000 Trainingseinheiten statt, die von rund 250 Trainerinnen und Trainern geleitet wurden. Es haben 16 «Kids & Family Days» und 10 Schulungen über inklusive Sportangebote stattgefunden.
Da das Projekt schweizweit durchgeführt wurde, konnte bei der Förderung inklusiver Sportangebote mit einigen kantonalen Sportämtern zusammengearbeitet werden und im Hinblick auf die Entwicklung inklusiver Sportangebote wurden Gespräche mit Schweizer Sportgremien geführt. Zudem konnte das neue, ebenfalls vom EBGB geförderte Projekt «Unified Events – für integrative Breitensportveranstaltungen» von Januar 2020 bis Dezember 2023 gestartet werden.

Herausforderungen

  • Man wollte nicht eigene Angebote schaffen, sondern die Vereine dafür gewinnen, Menschen mit Behinderungen aufzunehmen. Die grösste Herausforderung bestand darin, die Vereine zu gewissen Anpassungen zu bewegen, ohne dadurch ihre Autonomie einzuschränken oder ihr Engagement zu beeinträchtigen.
  • Auf die sportlichen, politischen/organisatorischen sowie personellen und finanziellen Strukturen des Vereins musste Rücksicht genommen werden.
  • Das Zielpublikum musste erreicht und zu einer regelmässigen sportlichen Aktivität in einem Verein motiviert werden. Nicht alle Menschen haben die gleiche Bereitschaft (und Möglichkeit), sportlich aktiv zu sein, dies nicht nur aufgrund einer Behinderung sondern auch der sozioökonomischen Situation, des Geschlechts, der Kultur usw. Die Förderung von Sport und körperlicher Aktivität erfordert einen sehr komplexen systemischen Ansatz.
  • Es gilt ein gutes Gleichgewicht innerhalb der Vereine und der Trainingsgruppen zu finden, damit die Durchmischung nicht zu einem Hindernis wird.

Welches sind die Herausforderungen für die Zukunft?

  • Die oben beschriebenen Herausforderungen bleiben bei der Weiterführung des Projekts bestehen.
  • Der inklusive Ansatz der Sportvereine muss weiterhin sichergestellt werden.
  • Es müssen Synergien mit anderen nationalen und kantonalen Akteuren geschaffen werden, um den inklusiven Sport in der Schweiz weiterzuentwickeln.
  • Das Projekt muss langfristig finanziert werden, vorzugsweise durch eine ständige öffentliche Finanzierung und weniger durch einmalige private Unterstützungen.

Trägerschaft

Trägerschaft: Special Olympics Switzerland
Laufzeit: 4 Jahre
Finanzierung: EBGB, Stiftungen, Kantone und Städte, Lotteriefonds und verschiedene private Spenderinnen und Spender
Kontaktperson: Gabriel Currat, currat@specialolympics.ch
Webseite: specialolympics.ch

Foto des Projekt-Kernteams (unten von links nach rechts: Dominik Holl, Gabriel Currat, Sladjana Pansera; Mitte von links nach rechts: Noémie Schürmann, Elvira Hitz; oben: Anne-Florence Weissert
Foto des Projekt-Kernteams (unten von links nach rechts: Dominik Holl, Gabriel Currat, Sladjana Pansera; Mitte von links nach rechts: Noémie Schürmann, Elvira Hitz; oben: Anne-Florence Weissert

Letzte Änderung 25.03.2021

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