Gender

Signet für Gleichberechtigung von Frauen und Männern mit 2 Zahlen ausgedrückt: 50 zu 50

Menschen sollen weder wegen ihres Geschlechts noch wegen einer Behinderung benachteiligt werden. Für viele Frauen mit Behinderungen ist dieser Anspruch noch nicht eingelöst.

Fällt der Begriff «Gleichstellung», wird dieser zunächst mit der Gleichstellung von Mann und Frau verbunden. Weniger im Blickpunkt, aber nicht weniger wichtig, ist der Anspruch von Menschen mit Behinderungen auf Gleichstellung. Die beiden Bereiche haben aber mehr gemeinsam als nur die Forderung nach Gleichstellung. Denn inwieweit eine Behinderung die eigene Biographie beeinflusst, hängt auch vom Geschlecht ab.

Die verbreitete Wahrnehmung ist eine andere. Schliesslich ist bei Menschen mit Behinderungen ja scheinbar «alles ganz anders». So anders, dass vielfach ausgeblendet wird, dass sie auch Frauen und Männer sind.

Behinderung ist ein enorm starker Filter. Wer behindert ist (und auch wer nicht behindert ist), macht regelmässig die Erfahrung, dass eine Behinderung alle anderen Eigenschaften, die ein Individuum ausmachen, zurücktreten lässt. Gerade auch die Tatsache, Frau oder Mann zu sein. Und wenn dies einmal nicht geschieht, dann sehen sich Frauen und Männer mit einer Behinderung oft mit denselben Klischeevorstellungen über die Rollen der Geschlechter konfrontiert, wie Frauen und Männer ohne Behinderung. Umso wichtiger ist es auch, bei Massnahmen zur Gleichstellung der Geschlechter, Behinderung als oft mitbestimmenden Faktor zu berücksichtigen. Es braucht also eine umfassende Herangehensweise und abgestimmte, beide Faktoren berücksichtigende Massnahmen.

Es ist ein gemeinsames Anliegen der beiden Gleichstellungsbüros des Bundes, des EBG und des EBGB, diese Schnittstellen sichtbar zu machen.

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