E-Accessibility

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Auch in der digitalen Welt ist Barrierefreiheit für die Gewährleistung der Gleichstellung zentral. Damit Menschen mit Behinderungen die Vorteile der Digitalisierung nutzen können, gilt es, E-Accessibility konsequent herzustellen. 


Die Informations- und Kommunikationstechnologien entwickeln sich ständig weiter. Gerade für Menschen mit Behinderungen ergeben sich so laufend neue Chancen, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Das Internet ermöglicht z. B., Informationen einfach von zu Hause aus einzuholen, oder Behördengänge am «Online-Schalter» zu erledigen. Auch für die soziale Vernetzung spielt das Medium Internet eine wichtige Rolle.

Der Zugang zu technischen Geräten sowie den Möglichkeiten des Internets, soll allen gleichermassen offen stehen. Damit dies gewährleistet ist, gilt es bei der Erstellung von digitalen Angeboten die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen zu berücksichtigen.  

Vielfalt der Ansprüche an E-Accessibility verstehen

In der Schweiz leben mehr als 1,4 Millionen Personen mit einer Behinderung. Das ist jeder siebte Mensch. Die Vielfalt der Hürden, die sie Online überwinden müssen, ist punkto E-Accessibility eine Herausforderung. Beispiele: Menschen mit feinmotorischen Behinderungen profitieren von anderen Anpassungen, als solche mit Sehbehinderungen.

Um Barrierefreiheit im Internet sicherzustellen, gilt es, zuerst die spezifischen Ansprüche an E-Accessibility zu verstehen. Dann müssen die zahlreichen Instrumente, die die Hürden im Internet beseitigen sollen, auch tatsächlich zum Einsatz kommen. Dazu zählen die Informationsvermittlung in Gebärdensprache oder in leichter Sprache, Applikationen mit Vorleseprogrammen oder Webseiten, die sich komplett über eine Tastatur navigieren lassen.  

Barrierefreiheit durch klare Strukturen fördern

Oft verbessern schon kleine Anpassungen die Qualität des Internet-Zugangs enorm: Klare Strukturen etwa, genaue und vollständige Informationen, einfache Suchfunktionen oder sinnvolle Farbkontraste. Dazu kommen weitere Möglichkeiten, welche die Webseiten für eine Vielzahl von Menschen zugänglicher machen.

Umsetzung des Aktionsplans E-Accessibility bis 2017

Der Bund geht mit gutem Beispiel voran. Mit dem 2015 verabschiedeten Aktionsplan zur E-Accessibility will er für den barrierefreien Zugang zu all seinen digitalen Angeboten sorgen. Ziel ist es, die Vorgaben bis 2017 in die relevanten Abläufe und Strukturen zu integrieren.

Für die Umsetzung ist die interdepartementale Arbeitsgruppe IDA zuständig. Sie wird dabei von der Geschäftsstelle E-Accessibility unterstützt, die dem EBGB angegliedert ist. Mit diesem Engagement trägt der Bund den Vorgaben des UNO-Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UNO-BRK) Rechnung.  

Weiterführende Informationen

https://www.edi.admin.ch/content/edi/de/home/fachstellen/ebgb/themen-der-gleichstellung/internet-und-barrierefreiheit.html