Kommunikation

Bronzeplatte mit Braille-Inschrift

Heute mehr denn je sind die Kommunikation und der Zugang zu Informationen grundlegende Aspekte der Teilhabe am sozialen Leben und der Autonomie im täglichen Leben. Es ist daher wichtig, dass auch Menschen mit Behinderungen an diesem Prozess teilhaben können.

Kommunikation ist die Grundlage jeder sozialen Beziehung. Sie ermöglicht den Wissensaustausch und die Teilhabe an einer gemeinsamen Kultur. Unser ganzes Handeln ist von Entscheidungen bestimmt, die aufgrund vielfältiger Informationen gefällt werden. Unsere Autonomie hängt in hohem Masse vom Zugang zu diesen Informationen ab. Mit dem Aufkommen des Internets und der neuen Informationstechnologien ist diese Rolle der Kommunikation für die Teilhabe am sozialen Leben und die Autonomie im Alltag immer wichtiger geworden.

Menschen mit Sprach-, Hör- oder Sehbehinderungen stossen auf viele Hindernisse, die es ihnen erschweren, an den Kommunikationsprozessen teilzuhaben.

Die Schwierigkeiten sind je nach Kontext und Behinderung unterschiedlich. Für Menschen mit einer Hörbehinderung wird die Kommunikation in einer lauten oder schlecht beleuchteten Umgebung rasch zu einem Problem. Die meisten Gehörlosen haben weniger schriftliche Sprachkompetenzen, daher ist ein Einsatz mit Gebärdensprache hilfreich. Für Menschen mit einer Sehbehinderung ist es eine schwierige Aufgabe, kleingedruckte Informationen zu lesen. Für Menschen mit geistiger Behinderung kann es eine zu komplexe Aufgabe sein, an einem Automaten ein Busbillet zu lösen. Für Menschen mit einer eingeschränkten Beweglichkeit ist der Umgang mit bestimmten Kommunikationsinstrumenten wie Computer oder Telefon häufig unmöglich.

Dies kann zu sozialer Ausgrenzung und/oder einer starken Abhängigkeit bei der Bewältigung des Alltags führen. Doch viele dieser Hindernisse könnten abgebaut werden.

Aus diesem Grund sieht das Behindertengleichstellungsgesetz auch die Berücksichtigung der Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen bei der Kommunikation zwischen den Behörden und der Bevölkerung (Kampagnen, Abstimmungen, Veranstaltungen, Publikationen, Internet usw.) vor. Doch um wirklich einen gleichberechtigten Zugang sicherzustellen, müssen in sämtlichen Bereichen des Alltags und des sozialen Lebens Anstrengungen unternommen werden, z. B. im öffentlichen Verkehr, bei den Bauten, den öffentlichen Diensten, der Kultur, der Weiterbildung usw.

https://www.edi.admin.ch/content/edi/de/home/fachstellen/ebgb/themen-der-gleichstellung/kommunikation.html