Mobilität

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Mobilität ist auch für Menschen mit Behinderungen eine zentrales Bedürfnis. Ein zugänglicher öffentlicher Verkehr ist daher eine zentrale Forderung der Gleichstellung. Wichtig sind jedoch auch die von privater Seite angebotenen Transportdienste.

Öffentlicher Verkehr

Zahlreiche Menschen mit Behinderungen sind für die Fortbewegung auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen: Zug, Bus, Tram, Schiff, Flugzeug.

Sie können diese Transportmittel heute erst bedingt selbstständig benützen. So können z. B. Menschen mit einer Mobilitätsbehinderung wegen der Stufen beim Einstieg den Bus, das Tram oder den Zug nicht selbständig benützen, und oft fehlen optische oder akustische Informationen für hör- oder sehbehinderte Menschen.

Mit geeigneten Massnahmen können viele dieser Hindernisse vermieden oder beseitigt werden.

Das Bundesgesetz zur Beseitigung der Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen (BehiG) und die Verordnung zur Beseitigung der Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen (VböV) sehen denn auch vor, dass das Netz des öffentlichen Verkehrs an die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen angepasst wird.
Dies gilt für Gebäude, Einrichtungen oder Fahrzeuge, aber auch Billetautomaten oder Kundeninformationssysteme. Für die Umsetzung dieses Ziels sieht das BehiG eine Übergangsfrist von 20 Jahren für die Anpassung von Gebäuden, Einrichtungen oder Fahrzeugen, von 10 Jahren für die Billettausgabe und die Kommunikationssysteme vor.

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) ist das federführende Bundesamt im Verkehrsbereich. Es befasst sich mit dem öffentlichen Verkehr in der Schweiz, hauptsächlich mit Eisenbahnen, Bussen oder Schiffen.

Transportdienste

Da das Angebot öffentlicher Transportunternehmen nicht alle Mobilitätsbedürfnisse von Menschen mit Behinderungen abdeckt, ist das ergänzende Angebot privater Transportdienste geschaffen worden.

Auch wenn diese speziellen Transportunternehmen für die Mobilität dieser Menschen unerlässlich sind, können sie ihnen nicht die gleiche Autonomie wie die Dienstleistungserbringer des öffentlichen Verkehrs anbieten: Die Reservierung einer Fahrt muss meistens recht frühzeitig erfolgen, die Fahrzeuge stehen nur zu gewissen Zeiten zur Verfügung, und sie verkehren auch nur in einem festgelegten Radius.

Diese Transportdienste werden heute nur teilweise durch Subventionen der Gemeinwesen und durch Leistungen der Invalidenversicherung finanziert.

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