Das EBGB

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Gleichstellung bedeutet, dass alle Menschen die gleichen Chancen haben und an allen Lebensbereichen selbstständig teilhaben können. Auch Menschen mit Behinderungen.

Es gibt jedoch immer wieder Barrieren:

Eine Wählerin weiss nicht, was sie abstimmen will, weil sie die Abstimmungsunterlagen nicht versteht. Sie ist gehörlos und bräuchte zur Übersetzung Gebärdensprachvideos. Die Muttersprache von gehörlosen Menschen ist meist die Gebärdensprache. Komplexe Texte sind oft zu schwierig.

Ein blinder Mann erhält die Arbeitsstelle nicht, weil der Betrieb einen grossen Aufwand befürchtet. Er bräuchte verschiedene Hilfsmittel, damit er mit dem Computer arbeiten kann. Z.B. ein Programm, das ihm die Webseiten vorliest: ein sogenannter «Screenreader».

Eine Person mit Lernschwierigkeiten kann ihre Rechte nicht wahrnehmen, weil die amtlichen Texte zu schwierig geschrieben sind. Sie bräuchte einen Text, der in leichter Sprache geschrieben ist.

Seit 2004 helfen wir mit, solche Barrieren abzubauen. Seit diesem Jahr gibt es das Behindertengleichstellungsgesetz. Gleichzeitig wurde das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen EBGB gegründet.

Wir informieren, koordinieren und setzen um

«Wenn ich das gewusst hätte…» Barrieren entstehen oft aus Unwissen. Wir informieren und sensibilisieren zu wichtigen Themen der Gleichstellung. Besuchen Sie unsere Webseite oder abonnieren Sie unseren «Newsletter".

Gleichstellung kann nur erreicht werden, wenn sie an jeglichen Stellen und in allen Projekten mitgedacht wird. Eine Querschnittsaufgabe. Wir koordinieren die verschiedenen Arbeiten im Bereich der Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen und begleiten deren Umsetzung, innerhalb der Bundesverwaltung aber auch zwischen Bund und Kantonen.

Wir setzen auch inhaltliche Schwerpunkte.  Seit 2017 zum Beispiel mit dem Programm «Gleichstellung und Arbeit». Darin sind Analysen und verschiedene Projekte im Bereich Arbeit geplant. Z.B.  werden wir Arbeitgeber sensibilisieren und informieren. Das Programm soll helfen, die Gleichstellung im Bereich Arbeit gezielt zu fördern.

Einen weiteren Schwerpunkt setzen wir mit unseren Massnahmen zur barrierefreien Kommunikation.

Die Schweiz hat 2014 das UN-Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ratifiziert. Damit hat sich die Schweiz verpflichtet, die Inhalte dieser Behindertenrechtskonvention umzusetzen.

Das EBGB übernimmt für die Umsetzung der BRK die Rolle einer staatlichen Anlaufstelle, stellt die internationale Zusammenarbeit sicher und berichtet regelmässig an die UNO. 

Wir unterstützen Projekte zur Gleichstellung

Das EBGB vergibt im Auftrag des Bundes finanzielle Beitrage an Projekte, welche die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen fördern. Das sind z.B. Projekte in den Bereichen Bildung, Arbeit oder Freizeit.

Wir fördern die Vernetzung

«Wenn ich Sie bereits gekannt hätte…» Es gibt sehr viele Personen, die Erfahrungen mit der Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen gemacht haben. Vernetzung ist sehr wichtig. Wir legen grossen Wert auf die Zusammenarbeit zwischen Behörden und Privaten, den Fachstellen sowie Behindertenorganisationen.

Letzte Änderung 26.03.2018

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