Studien und Beiträge

Zusammenleben in der Schweiz

Der Bundesrat hat das Bundesamt für Statistik mit der Durchführung der Erhebung «Zusammenleben in der Schweiz» ab 2016 beauftragt.

Folgende Studien und Beiträge haben der Entwicklung des Instruments gedient:  

Gleichbehandlung und Diskriminierung nach Herkunft und ethnokulturellen Merkmalen


Die Tatsache, dass in der öffentlichen Statistik der Schweiz keine rassismusrelevanten gruppenbezogenen Daten erhoben werden, wird von internationalen Gremien (insb. UNO und Europarat) und von Betroffenenorganisationen bemängelt (zuletzt etwa an der Arbeitstagung der FRB zu Anti-Schwarzen Rassismus vom Mai 2018). Deshalb beauftragten FRB und BFS einen Experten mit der Überprüfung der Praxis der Schweiz, ausgehend von den internationalen und nationalen rechtlichen und statistischen Anforderungen. In seinem Bericht kommt der Experte zum Schluss, dass die Erhebung von Daten aufgrund der Zugehörigkeit zu einer potentiell diskriminierten Bevölkerungsgruppe oder zu einer «Rasse» sowohl aus grundrechtlicher Sicht (im Falle von obligatorischen Erhebungen) als auch aus fachlich-statistischer Sicht keine Option für die öffentliche Statistik der Schweiz sein kann. Genauso wenig können Variablen zur ethnischen Zugehörigkeit, Migrationshintergrund oder gar Nationalität die potentiell von Diskriminierung betroffenen Bevölkerungsgruppen vollständig erfassen. Diesbezügliche Daten müssen daher wie bisher mit einer Vielfalt von unterschiedlichen Datenquellen erfasst werden (öffentliche Statistik, Daten von privaten Organisationen, quantitative Erhebungen und qualitative Forschung). Der Bericht empfiehlt aber, die bestehenden Daten sichtbarer zu machen und darauf aufbauende Forschungsprojekte zu fördern.

Bericht Daten zu Gleichbehandlung und Diskriminierung (2019) (PDF, 1 MB, 16.03.2020)

 

 
 

Letzte Änderung 16.03.2020

Zum Seitenanfang

https://www.edi.admin.ch/content/edi/de/home/fachstellen/frb/berichterstattung-und-monitoring/vorstudien-und-beitraege.html