Medienmitteilungen des EDI
Versicherer sollen Versicherte gezielt über kostengünstige Leistungen informieren können
Ab dem 1. Juli 2026 sind die Versicherer dazu befugt, die Versicherten gezielt über kostengünstigere medizinische Leistungen, die Wahl von geeigneten besonderen Versicherungsformen oder präventive Massnahmen zu informieren. An seiner Sitzung vom 5. Juni 2026 hat der Bundesrat die Krankenversicherungsaufsichtsverordnung (KVAV) in diesem Sinne geändert. Mit der Änderung soll zudem den Kantonen ermöglicht werden, den Ausgleich von zu hohen Prämieneinnahmen anstelle der Versicherten zu beziehen, deren Prämie vollständig durch öffentliche Mittel gedeckt ist.
Die Verordnung über die Gebühren im Statistikbereich wird revidiert
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 5. Juni 2026 beschlossen, die Verordnung über die Gebühren im Statistikbereich zu revidieren. Damit werden die Vorschriften für die Nutzung von Dienstleistungen des Bundesamtes für Statistik (BFS) und der anderen Statistikproduzenten des Bundes grundlegend modernisiert.
Bundesrat verabschiedet Botschaft zum Einsatz von Impfstoffen gegen Tierseuchen in Notsituationen
Der Bundesrat hat am 5. Juni 2026 die Botschaft zur Änderung des Tierseuchengesetzes verabschiedet. Ziel ist es, eine gesetzliche Grundlage zu schaffen, damit in Notsituationen bei Tierseuchen rasch und rechtssicher reagiert werden kann. Künftig soll es im Fall von Tierseuchen unter bestimmten Bedingungen erlaubt sein, nicht zugelassene Impfstoffe und andere immunologische Tierarzneimittel zur Vorbeugung oder Eindämmung einer Seuche in Verkehr zu bringen. Dies setzt voraus, dass in der Schweiz oder im Ausland keine zugelassenen Präparate vorhanden sind.
Publikationshinweis: Rückführbarkeit von Messergebnissen auf bekannte Referenzwerte im Gesundheitswesen (medizinische Laboranalysen)
Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 5. Juni 2026 den Bericht zum Umsetzungsstand der Massnahmen aus dem Bundesratsbericht vom 20. November 2019 «Rückführbarkeit von Messergebnissen auf bekannte Referenzwerte im Gesundheitswesen» in Erfüllung des Postulats 12.3716 Kessler vom 13. September 2012 « Durchsetzung zuverlässiger und richtiger Messwerte im Gesundheitswesen » gutgeheissen.
Die Früherkennung und Behandlung von Endometriose sollen verbessert werden
Endometriose ist eine chronische Erkrankung, die für die betroffenen Frauen mit erheblichen Einschränkungen und Belastungen verbunden ist und die auch Folgen für die gesamte Gesellschaft hat. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 5. Juni 2026 in Erfüllung eines Postulats den Bericht «Strategie für die frühzeitige Erkennung von Endometriose» gutgeheissen. Darin hält er fest, dass bei der frühzeitigen Erkennung der Krankheit und bei der Behandlungsqualität ein klarer Handlungsbedarf besteht.
Importverbot für tierquälerisch erzeugte Pelze: Mehr Zeit für Anpassung der Produktion
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 5. Juni 2026 die Übergangsbestimmungen für das Importverbot für tierquälerisch erzeugte Pelzprodukte verlängert, das am 1. Juli 2025 in Kraft gesetzt wurde. Damit erhält die Pelzbranche die notwendige Zeit, um die Produktionssysteme an die Anforderungen des geplanten Zertifizierungsprogramms für nicht-tierquälerisch erzeugte Pelze anzupassen. Für eine Zertifizierung werden umfassende Verbesserungen an den Produktionsstätten im Sinne des Tierwohls notwendig. Mit den neuen Fristen dürfen tierquälerisch erzeugte Pelzerzeugnisse ab dem 1. Juli 2029 nicht mehr eingeführt und ab dem 1. Juli 2030 nicht mehr verkauft werden.
Bundesrat Ignazio Cassis und Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider treffen sich mit der Generalsekretärin der Frankophonie
Die Schweiz bekräftigt ihren Einsatz für die Internationale Organisation der Frankophonie (OIF), der sie vor 30 Jahren beigetreten ist, in einem von Polarisierung und knappen finanziellen Mitteln geprägten geopolitischen Umfeld. Bei ihrem Treffen mit OIF-Generalsekretärin Louise Mushikiwabo in Bern unterstrichen Bundesrat Ignazio Cassis und Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider, wie wichtig es sei, sich weiterhin für eine nützliche und effiziente OIF einzusetzen und die sprachliche und kulturelle Vielfalt zu fördern. Sie betonten insbesondere die Bedeutung des Erlernens von Sprachen als Instrument des Dialogs und des gegenseitigen Verständnisses und hoben die Herausforderungen im Zusammenhang mit der digitalen Gouvernanz hervor.
Der Schweizer Grand Prix Musik 2026 geht an die Jodlerin und Kulturvermittlerin Nadja Räss
Das Bundesamt für Kultur (BAK) vergibt zum 13. Mal die Schweizer Musikpreise. Nebst der Auszeichnung der Jodlerin Nadja Räss mit dem Schweizer Grand Prix Musik würdigt das BAK zehn weitere Schweizer Musikschaffende, Kollektive und Institutionen. Die Preisverleihung findet am 19. September 2026 anlässlich des Festivals Label Suisse in der Salle Paderewski im Casino de Montbenon in Lausanne in Anwesenheit von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider statt.
Die Konsumentenpreise sind im Mai um 0,2% gestiegen
Der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) stieg im Mai 2026 im Vergleich zum Vormonat um 0,2% und erreichte den Stand von 101,3 Punkten (Dezember 2025 = 100). Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat betrug die Teuerung +0,6%. Dies geht aus den Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Die nationale Kampagne «Gleichstellung verhindert Gewalt» geht in die zweite Phase
Die Prävention von häuslicher, sexualisierter und geschlechtsbezogener Gewalt ist ab dem 1. Juni 2026 erneut Thema einer Kampagne in der ganzen Schweiz. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die Gewalt erfahren haben, sowie bestehende Hilfsangebote – wie die neue Opferhilfe-Nummer 142.
Steigerung um 4,7% in der Parahotellerie im Jahr 2025
Die Parahotellerie verzeichnete im Jahr 2025 18,1 Millionen Logiernächte. Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Steigerung um 4,7%. Die ausländische Nachfrage stieg um 9,8% auf 6,3 Millionen, die Zahl der Logiernächte bei den inländischen Gästen um 2,1% auf 11,7 Millionen. Soweit einige der definitiven Ergebnisse aus der Parahotelleriestatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS).
Die Schweizerische Nationalbibliothek und das Bundesamt für Kultur ziehen vorübergehend an die Monbijoustrasse
Wegen der Gesamtsanierung des historischen Gebäudes an der Hallwylstrasse verlegen die Schweizerische Nationalbibliothek und das Bundesamt für Kultur ihre Tätigkeiten vorübergehend an einen provisorischen Standort an der Monbijoustrasse 72–74 in Bern.
Der Bundesbeitrag an das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic wird erhöht
Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 27. Mai 2026 die Erhöhung des Bundesbeitrags an das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic um CHF 2,7 Millionen für das Jahr 2027 gutgeheissen. Er knüpft sie an die vollständige Umsetzung der im letzten November vom Institutsrat beschlossenen Massnahmen zur Ergebnisverbesserung. Gleichzeitig genehmigte der Bundesrat die Revision der Swissmedic-Gebührenverordnung. Sie beinhaltet die Einführung einer Registrierungsgebühr für Medizinprodukte.
Leichte Zunahme der Beschäftigung im 1. Quartal 2026
Im 1. Quartal 2026 ist die Gesamtbeschäftigung (ohne Landwirtschaft) in der Schweiz im Jahresvergleich um 0,5% (saisonbereinigt zum Vorquartal +0,4%) gestiegen. Die Unternehmen meldeten im gleichen Zeitraum 5,0% mehr offene Stellen als noch ein Jahr zuvor. Die Schwierigkeiten, Fachpersonen zu rekrutieren, haben gegenüber dem Vorquartal abgenommen und die Beschäftigungsaussichten sind positiv. Dies geht aus den neuen Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Krankenversicherung: Bundesrat hat System der kantonalen Kostenausgleichskassen geprüft
Die Einsetzung einer kantonalen Kostenausgleichskasse, die mit den bestehenden Krankenkassen zusammenarbeiten soll, würde im Vergleich zum heutigen System zu Mehraufwand und Mehrkosten führen. Das ist das Fazit eines vom Bundesrat an seiner Sitzung vom 27. Mai 2026 genehmigten Berichts in Erfüllung des Postulats Poggia «Umsetzung des KVG. Für die Organisationsfreiheit der Kantone».
PFAS: Rechtsgrundlage für wirtschaftliche Härtefälle in der Landwirtschaft
Der Bundesrat hat am 27. Mai 2026 eine Aussprache zum Umgang mit wirtschaftlichen Härtefällen in der Landwirtschaft infolge von PFAS-Belastungen geführt. Er hat entschieden, hierzu bis März 2027 einen Entwurf für ein zeitlich begrenztes Spezialgesetz in die Vernehmlassung zu geben. Mit dieser Rechtsgrundlage sollen Landwirtschaftsbetriebe, die wegen PFAS-Belastungen der Umwelt erhebliche finanzielle Einbussen erleiden, in Härtefällen finanziell unterstützt werden können.
PFAS: Konsumierende schützen und belasteten Betrieben eine Produktionsumstellung ermöglichen
Wegen hohen PFAS-Belastungen können manche landwirtschaftliche Betriebe die geltenden PFAS-Höchstwerte für Lebensmittel nicht einhalten. Dadurch dürfen sie ihre Produkte nicht vermarkten, was sie vor wirtschaftliche Herausforderungen stellt. Als abfedernde Massnahme hat der Bundesrat am 27. Mai 2026 die Umsetzung der Motion 25.3421 in die Vernehmlassung geschickt: PFAS-belastete Betriebe sollen mehr Zeit für eine Produktionsumstellung erhalten und weiterhin ein wirtschaftliches Auskommen erzielen können. Gleichzeitig hat der Bundesrat beschlossen, PFAS-belastete Betriebe in Härtefällen finanziell zu unterstützen. Parallel dazu hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) eine Weisung erlassen, um den einheitlichen Vollzug der PFAS-Höchstgehalte durch die Kantone sicherzustellen.
2025 gab es in der Schweiz nahezu 5% weniger Kulturschaffende als im Vorjahr
Im Jahr 2025 verringerte sich die Zahl der Kulturschaffenden in der Schweiz im Vergleich zu 2024 um 4,8%. Diese Abnahme ist mit jener während der Covid-19-Pandemie in den Jahren 2019–2020 vergleichbar. Sie betraf vor allem männliche Kulturschaffende sowie solche mit Schweizer Staatsangehörigkeit. In der lateinischen Schweiz fiel der Rückgang zudem stärker aus als in der Deutschschweiz. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse zu den Kulturschaffenden (2025) aus der aktualisierten Statistik der Kulturwirtschaft. Auch die Zahlen zur öffentlichen und privaten Kulturfinanzierung wurden aktualisiert (2023).
Starker Anstieg der Konkurse im Jahr 2025
Im Jahr 2025 wurden 12 485 Unternehmenskonkurse eröffnet, das sind 61,2% mehr als im Vorjahr. Dieser Anstieg könnte mit der geänderten Rechtsgrundlage zusammenhängen: Neu kann bei unbezahlten öffentlich-rechtlichen Forderungen ein Konkursverfahren eröffnet werden. Weniger drastisch fiel die Zunahme bei den Verlusten aus Konkursverlustscheinen (+17,8%) aus. Sie stand im Einklang mit der Entwicklung der Anzahl abgeschlossener Konkursverfahren (+10,2%). Soweit die jüngsten Ergebnisse der Betreibungs- und Konkursstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS).
2025 wurden mehr als 8 Milliarden Arbeitsstunden geleistet
Im Jahr 2025 wurden in der Schweiz insgesamt 8,114 Milliarden Arbeitsstunden geleistet. Diese Zahl blieb im Vergleich zum Vorjahr stabil. Zwischen 2020 und 2025 ist die tatsächliche wöchentliche Arbeitszeit der Vollzeitarbeitnehmenden auf 40 Stunden und 3 Minuten angestiegen. Damit liegt sie weiterhin unter dem Vor-Corona-Niveau. Soweit die jüngsten Ergebnisse des Bundesamtes für Statistik (BFS).