Medienmitteilungen des EDI
Die Kommission für historisch belastetes Kulturerbe nimmt ab jetzt Gesuche entgegen
Ab sofort können bei der Kommission für historisch belastetes Kulturerbe (KHBK) Gesuche um eine Empfehlung eingereicht werden. Grundlage dafür sind die Verfahrensvorschriften, welche die Kommission an ihrer dritten Sitzung vom 18. September 2026 verabschiedet hat. Die Kommission hat heute an einer Medienkonferenz über diesen wichtigen Schritt informiert und Einblick in den aktuellen Stand ihrer Arbeiten gegeben. Dazu gehören Anhörungen von Bundesinstitutionen zu Kulturgütern im Eigentum des Bundes. Zudem stellte die Kommission zwei Projekte vor: Zum einen sieht sie Bedarf an einer Bestandesaufnahme zu menschlichen Überresten («Human» bzw. «Ancestral Remains») in Schweizer Sammlungen und Institutionen. Zum anderen will sie sich mit Museen und anderen Akteuren über den Umgang mit historisch belastetem Kulturerbe austauschen.
Krankenkassenprämien steigen durchschnittlich um 5,0 Prozent – Kostendämpfungsmassnahmen bleiben zentral
Die mittlere Krankenkassenprämie wird im Jahr 2027 412 Franken pro Monat betragen. Im Vergleich zu 2026 entspricht dies einem Anstieg von 5,0 Prozent oder 19.70 Franken und damit dem erwarteten Kostenwachstum im gleichen Zeitraum. Haupttreiber für das Kostenwachstum sind die gestiegene Anzahl der Behandlungen, der medizinisch-technologische Fortschritt und die Alterung der Bevölkerung. Die Prämien belasten die Bevölkerung in der Schweiz zunehmend. Mehrere Reformen zur Kostendämpfung sind aufgegleist. Nun sind alle Akteure gefordert, bei deren Umsetzung Verantwortung zu übernehmen und ihren Beitrag zu leisten. Nur so kann die Gesundheitsversorgung langfristig finanzierbar bleiben.
Der Bund unterstützt 26 Projekte der Provenienzforschung von Schweizer Museen und Sammlungen
Das Bundesamt für Kultur (BAK) unterstützt 2027 und 2028 mit insgesamt rund 1,95 Millionen Franken 26 Provenienzforschungsprojekte von Museen und Sammlungen in der Schweiz. Die geförderten Vorhaben reichen von museumsübergreifenden Projekten und Kooperationen mit Herkunftsgemeinschaften über die Untersuchung menschlicher Überreste bis zur Erschliessung von Archiven und Datenbeständen.
Pflanzenschutzmittel: Abbau der hängigen Zulassungsgesuche bis 2032
Bevor Pflanzenschutzmittel auf den Markt gebracht werden können, benötigen sie eine Zulassung durch den Bund. Überprüft werden dabei die Wirksamkeit der Produkte sowie ihre Risiken für Mensch und Umwelt. Aufgrund dieser komplexen Abklärungen und knappem Personalbestand wuchs die Anzahl offener Zulassungsgesuche über mehrere Jahre an. Die hängigen Anträge verzögern insbesondere die Einführung moderner Pflanzenschutzmittel. An seiner Sitzung vom 25. September 2026 hat der Bundesrat beschlossen, die hängigen Zulassungsgesuche innert sechs Jahren abzubauen.
Michèle Gurtner erhält den Schweizer Grand Prix Darstellende Künste / Hans-Reinhart-Ring 2026
Der Schweizer Grand Prix Darstellende Künste / Hans-Reinhart-Ring 2026 geht an Michèle Gurtner. Mit dieser Auszeichnung würdigt das Bundesamt für Kultur das prägende Wirken der Schauspielerin und Performerin. Die Verleihung des Grand Prix und der anderen Schweizer Preise Darstellende Künste findet am 6. November 2026 in Anwesenheit von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider in der Alten Reithalle der Bühne Aarau statt.
Lumpy-Skin-Krankheit: Ende der Impfung am 30. September und erhöhte Wachsamkeit während acht Monaten
Die obligatorische Impfkampagne gegen die Lumpy-Skin-Krankheit (Lumpy Skin Disease, LSD) bei Rindern endet am 30. September 2026 im Kanton Genf und in den Impfzonen der Kantone Waadt und Wallis. Am 1. Oktober 2026 beginnt eine achtmonatige Wartezeit. Während dieser Zeit achten die kantonalen Veterinärdienste unter der Koordination des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) verstärkt auf Anzeichen, die auf LSD hindeuten könnten. Für den Tierverkehr gelten während der Wartezeit weiterhin besondere Regeln. Wenn die Ergebnisse der Überwachung und die Entwicklung der Seuchenlage in Europa günstig bleiben, kann die Schweiz den Status «LSD-frei» frühestens am 1. Juni 2027 wiedererlangen.
Öffentliche Warnung: Bisphenol A in Bambussprossen-Konserven
In Bambussprossen-Konserven (Streifen) der Marke Royal Orient wurde ein zu hoher Gehalt an Bisphenol A gemessen. Eine Gesundheitsgefährdung kann nicht ausgeschlossen werden. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) empfiehlt, das Produkt nicht zu konsumieren. Die betroffenen Betriebe haben es umgehend aus dem Verkauf genommen und einen Rückruf gestartet.
Öffentliche Warnung: Nicht deklariertes Gluten in Gewürzprodukten der Marke Ezogelin
In der «Adana Kebap Gewürzzubereitung» sowie in der «Sieben Gewürzmischung» der Marke Ezogelin wurde nicht deklariertes Gluten nachgewiesen. Eine Gesundheitsgefährdung für Personen mit einer Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie kann nicht ausgeschlossen werden. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) empfiehlt diesen Personen, die betroffenen Produkte nicht zu konsumieren. Die importierende Firma Beta Markt GmbH hat sie umgehend aus dem Verkauf genommen.
Gesamtnotfallübung 2026 mit dem Kernkraftwerk Beznau: Erste Bilanz ist positiv
Vom 14. bis 18. September 2026 haben zahlreiche Organisationen des Bevölkerungsschutzes im Rahmen der Gesamtnotfallübung 2026 (GNU26) die Bewältigung eines Unfalls im Kernkraftwerk Beznau geübt. Fokus der Übung war die Zusammenarbeit der beteiligten Stellen. Das erste Fazit ist positiv.
Bundesrat verbessert die Anwendung des ISOS
An seiner Sitzung vom 18. September 2026 hat der Bundesrat eine Änderung der Verordnung über das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (VISOS) und der Raumplanungsverordnung (RPV) gutgeheissen. Damit werden die Anwendung des ISOS präzisiert sowie die Behandlung zahlreicher Planungs- und Bauvorhaben vereinfacht und beschleunigt. Gleichzeitig hat der Bundesrat die letzte Etappe der Aktualisierung des ISOS im Kanton Graubünden verabschiedet.
Regionaler UNESCO-Dialog für «Neue Formen der Zusammenarbeit und Vereinbarungen im Bereich der Rückgabe und Restitution von Kulturgütern»
Der Bund organisiert in Zusammenarbeit mit der UNESCO am 16. und 17. September 2026 einen regionalen UNESCO-Dialog für «Neue Formen der Zusammenarbeit und Vereinbarungen im Bereich der Rückgabe und Restitution von Kulturgütern» in Genf. Die Schweiz bekräftigt damit ihr Engagement für eine engere internationale Zusammenarbeit zwischen Staaten, Kulturinstitutionen, betroffenen Gemeinschaften und weiteren Akteuren, um nachhaltige Lösungen für die Rückgabe und Restitution von Kulturgütern zu fördern und zur Erhaltung des Kulturerbes beizutragen.
Die Schweiz gibt Ägypten ein bedeutendes Kulturgut zurück
Die Vorsteherin des Eidgenössischen Departements des Innern, Elisabeth Baume-Schneider, hat heute dem ägyptischen Botschafter in der Schweiz eine Grabmaske aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. übergeben. Die Rückgabe unterstreicht das Engagement der Schweiz gegen illegalen Kulturgütertransfer.
Anzahl der Tierversuche sinkt weiter, Anzahl der Tiere im Schweregrad 3 nimmt zu
Im Jahr 2025 wurden in der Schweiz insgesamt 507 863 Tiere in Tierversuchen eingesetzt, gegenüber 522 636 im Vorjahr. Dies entspricht einem Rückgang von rund 3 Prozent und dem tiefsten Stand seit Beginn der Erhebung im Jahr 1983. Gleichzeitig stieg die Anzahl der Tiere, die in stark belastenden Tierversuchen (Schweregrad 3) eingesetzt wurden, auf 29 413. Das sind 7,4 Prozent mehr als im Vorjahr und der höchste Wert seit 26 Jahren. Der Anstieg betraf vor allem Mäuse und war insbesondere durch zusätzliche Tiereinsätze im Schweregrad 3 in der Krebsforschung geprägt.
2025 war jedes vierte Gebäude mit einer Wärmepumpe ausgestattet
2025 gab es in der Schweiz 1,8 Millionen Gebäude mit Wohnnutzung und 4,88 Millionen Wohnungen. Ein Drittel (33%) der Gebäude wurden mit Heizöl beheizt, 17% mit Gas. In jedem vierten Gebäude war eine Wärmepumpe installiert. Dies geht aus der Gebäude- und Wohnungsstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Produzenten- und Importpreisindex steigt im August um 0,7%
Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise erhöhte sich im August 2026 gegenüber dem Vormonat um 0,7% und erreichte den Stand von 100,4 Punkten (Dezember 2025 = 100). Steigende Preise zeigten insbesondere Mineralölprodukte, chemische Produkte sowie Erdöl und Erdgas. Im Vergleich zum August 2025 sank das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten um 0,7%. Dies geht aus den Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Wer die Sekundarstufe II mit 25 Jahren oder älter abschliesst, verdient fünf Jahre später 5200 Franken
Von den rund 90 000 jährlich vergebenen Abschlüssen auf Sekundarstufe II entfallen 12% bzw. 11 000 auf Erwachsene ab 25 Jahren. Fünf Jahre vor dem Abschluss hatten nur 60% von ihnen ein Erwerbseinkommen. Zudem stammten sie überdurchschnittlich häufig aus Haushalten mit niedrigem Nettoäquivalenzerwerbseinkommen (27%). Fünf Jahre nach Erlangen des Abschlusses hat sich ihre Situation deutlich verbessert: Ihr Einkommen fällt ähnlich hoch aus wie das der gleichaltrigen Bevölkerung (5200 Franken pro Monat), die Erwerbsbeteiligung beläuft sich auf 80% und Haushalte mit einem niedrigen Nettoäquivalenzerwerbseinkommen sind insgesamt untervertreten (17%). Dies sind die wichtigsten Ergebnisse aus der neuen Publikation des Bundesamtes für Statistik (BFS).
Öffentliche Warnung: Falsches Verbrauchsdatum auf Migros Sélection Sashimi Lachsfilet
Das Verbrauchsdatum des Lachsfilets Sélection von Migros wurde fälschlicherweise mit dem 19.09.2026 angegeben. Das korrekte Verbrauchsdatum ist der 11.09.2026. Eine Gesundheitsgefährdung kann bei einem Konsum nach dem 11.09.2026 nicht ausgeschlossen werden. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) empfiehlt, das betroffene Produkt nach dem 11.09.2026 nicht mehr zu konsumieren. Migros hat das Produkt umgehend aus dem Verkauf genommen und einen Rückruf gestartet.
Öffentliche Warnung: Salmonellen in Bio Crevetten Jumbo und Bio Crevetten Cocktail von Coop Naturaplan
In den Bio Crevetten Jumbo 120 g und Bio Crevetten Cocktail 150 g der Marke Coop Naturaplan wurden Salmonellen nachgewiesen. Eine Gesundheitsgefährdung kann nicht ausgeschlossen werden. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) empfiehlt, die betroffenen Produkte nicht zu konsumieren. Coop hat sie umgehend aus dem Verkauf genommen und einen Rückruf gestartet.
Anzahl Unternehmen im Kultursektor wächst schneller als in der Gesamtwirtschaft
Im Jahr 2024 wurde mit fast 70 000 Kulturunternehmen in der Schweiz ein neuer Höchstwert erreicht. Dies ist 27% mehr als 2011. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum wuchs die Anzahl Unternehmen in der Gesamtwirtschaft um 16 Prozent. Die Anzahl der Beschäftigten im Kultursektor ging 2024 hingegen zurück, ebenso die Grösse der Kulturunternehmen. Dies sind einige der neuen Ergebnisse der Statistik der Kulturwirtschaft des Bundesamtes für Statistik (BFS).
Gesamtnotfallübung mit dem Kernkraftwerk Beznau
Vom 14. bis 18. September üben Stellen des Bundes, der Kantone sowie technische Betriebe die Bewältigung eines Unfalls im Kernkraftwerk Beznau (KKB). Zur Übung gehören Radioaktivitätsmessflüge, Lastwagentransporte und der Einsatz von Messequipen. Gesamtnotfallübungen finden alle zwei Jahre statt.